
Ivan Senoner (* 11. August 1978 in Bozen) ist ein italienischer Schriftsteller ladinischer Muttersprache.
Senoner ist ladinischer Muttersprache und lebt in Wolkenstein, wo er an der Mittelschule „Arcangiul Lardschneider“ Ladinisch und Geografie unterrichtet. Nach der Pflichtschule besuchte er das Realgymnasium in Bozen und studierte anschließend „Lettere, indirizzo filosofico“ (moderne Sprachen) an der Universität Trient.
Nach den ersten Schreibversuchen, wo er sich vorwiegend Gedichten widmete, gewann er im Jahr 2004 und 2008 die ersten beiden Ausschreibungen des Literaturpreises Auturs ladins scrî... (Ladinische Autoren schreiben). Dies gelang ihm mit den ladinischen Werken Die Lust auszubrechen und Hinunterspülen.
Bei der dritten Ausschreibung (2012) wurde ihm für den historischen Kriminalroman Es war einmal in Gröden ein Sonderpreis verliehen. Der Roman umfasst die Zeit der Option, die 1970er-Jahre des Wirtschaftsbooms, die 1980er-Jahre des Wohlstands und die 2000er-Jahre der Unsicherheiten. Die Handlungen wechseln sich zeitlich mit Vor- und Rückblenden ab und spielen jeweils in Gröden aus der Sicht eines 21-jährigen Hauptdarstellers.
2007 verfasste er das Drehbuch für den Film Schatten des Col de Flams, welches unter der Regie von Matthias Höglinger verfilmt wurde. Durch die Zusammenarbeit mit dem Liedermacher Tobias Dellago entstand 2014 das Hörbuch Fabio, mit Liedern von Dellago und der Gruppe Secco. Das Buch wurde auch ins Englische übersetzt.
2018 gewann Senoner mit dem Buch Das Testament des Wolfes den ersten Preis beim ladinischen Literaturwettbewerb Scribo in der Seniorkategorie. Es handelt sich dabei um einen Abenteuerroman, in dem sich die Welt der Dolomitensagen mit einer engmaschigen Schatzsuche verstrickt.
Der ladinische Autor hat unter anderem verschiedene Gedichte veröffentlicht. Senoner betätigt sich auch als freier Mitarbeiter des Rundfunks Rai Ladinia, hat bei verschiedenen didaktischen Projekten mitgearbeitet und ist Mitglied der SAAV (Südtiroler Autorinnen- und Autorenvereinigung). Außerdem war er auch Mitgründer der mehrsprachigen Satirezeitung „Puhin“. Von 2015 bis 2020 war er in St. Ulrich in Gröden als Gemeindereferent für Kultur, Jugend, Handwerk und Sport tätig.
| Personendaten | |
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| NAME | Senoner, Ivan |
| KURZBESCHREIBUNG | italienischer Schriftsteller ladinischer Muttersprache |
| GEBURTSDATUM | 11. August 1978 |
| GEBURTSORT | Bozen |