Iwona Mickiewicz

Iwona Mickiewicz (* 12. Februar 1963 in Leszno/Polen) ist eine polnische Lyrikerin, Kustodin und Herausgeberin.

Leben

Iwona Mickiewicz studierte in Warschau und Leningrad Polnische Philologie und Sonderpädagogik sowie Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin, arbeitete u. a. bei der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik, dem DRK, südost Europa Kultur e. V., der Prounen Filmproduktion, dem Jugendmuseum Schöneberg, dem Haus am Kleistpark und der Galerie Abakus. Im südost Europa Kultur e.V. leitete sie die Kulturabteilung und konzipierte verschiedene Kulturprojekte: Sprachlust- oder Verlust, Ostkuchen oder Berliner, süd-mittel-ost im Dialog, süd gut aus - ost noch besser, Südosteuropa – Neue Wege zum Frieden, Der Westbalkan auf dem Weg in die EU, Kosovo – Geschichte eines Konflikts, Frauen im Krieg, Belgrader Surrealismus und war beteiligt an Literatur- und Kunstprojekten zu Gertrud Kolmar, Else Lasker-Schüler, Jan Himilsbach, Klabund, Teodor Parnicki, Marko Ristić, Moni de Buli und Solomon Borissowitsch Judowin. In der Galerie Abakus kuratierte sie Ausstellungen mit Künstlern aus Armenien, Deutschland, Polen und Rumänien.

Lesungen und Performances bestritt sie u. a. im Literaturforum im Brecht-Haus, in der Akademie der Künste Berlin, im Edith Stein Haus Wrocław sowie im Jacqueline du Pré Building im St Hilda’s College der University of Oxford; Cripps Auditorium im Magdalene College der University of Cambridge; im Arts One Lecture Theatre und an der Queen Mary University of London.

Iwona Mickiewicz lebt seit 1988 in Berlin.

Werke

Lyrik und Prosa

Texte in Anthologien (Auswahl)

Herausgaben (Auswahl)

Kurzfilme

Kritikerstimmen

„Der kleine zweisprachige Band Puppenmuseum der jungen polnischen Lyrikerin Iwona Mickiewicz ist da eine Überraschung. […] Und noch dazu überraschend aktuell, da er den akuten Schwebezustand zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Hoffnung und Skepsis vielschichtig widerspiegelt. Wobei die Skepsis überwiegt. Formal – auch thematisch – haben Iwona Mickiewiczs Gedichte ihre Wurzeln in der Tradition der letzten Nachkriegsromantiker. […] Dieser Band gehört auf jeden Fall hinein in das Regal mit lesenswerter junger Lyrik.“ (Katharina Döbler, Zeit Online)

„Betörende Gedankensprünge, existentielle Erfahrungsberichte einer Berliner Grenzgängerin, die das Unwirkliche im Wirklichen sucht. […] Iwona Mickiewicz hat ihr Handwerk im Lyrikfach gelernt. […] So eine kostbare Entdeckung macht man selten.“ (Tomasz Kurianowicz, FAZ, 25. Oktober 2012, über Konstruktionen im Haus oder Iwan Iwanytsch am Fenster:)

„Was immer die polnische Dichterin schreibt, Kurzprosa, Dramen, Lyrik – mal deutsch, mal polnisch: Es geht um die Brüche, Lücken und Rätsel des 20. Jahrhunderts, um das Entfalten von Bildern und Szenen, die sich mit der Deportation ihrer Familie nach Sibirien befassen, mit Unsagbarem, das Sprache wird, ohne es dokumentieren zu können.“ (Caroline Fetscher, Der Tagesspiegel)

Einzelnachweise

  1. ↑ Biografie auf „literaturport.de“
  2. ↑ Polnisch-deutsches biografisches Lexikon, PIN, Opole 2001, ISBN 83-7126-128-4.
  3. ↑ Iwona Mickiewicz, Meine Reise nach Theben, Edition Abakus, S. 96.
  4. ↑ Katharina Döbler: Vorsicht, Vorsicht. Auf: Zeit Online vom 3. Dezember 1993, abgerufen am 13. August 2016
  5. ↑ Caroline Fetscher: Die besten Seiten von Berlin. Auf: tagesspiegel.de vom 23. November 2003, abgerufen am 13. August 2016
Personendaten
NAME Mickiewicz, Iwona
ALTERNATIVNAMEN Mickiewicz-Szturo, Iwona; Iwona Rauch (Ehename seit 1988)
KURZBESCHREIBUNG polnische Lyrikerin, Kustodin und Herausgeberin
GEBURTSDATUM 12. Februar 1963
GEBURTSORT Leszno, Polen