John Archibald Getty, III (* 30. November 1950 in Louisiana, USA; † 19. Mai 2025) war ein US-amerikanischer Historiker mit den Arbeitsschwerpunkten Geschichte der Sowjetunion in der Zeit Stalins sowie Geschichte der KPdSU. Er lehrte an der University of California, in Los Angeles.
J. Arch Getty wurde im Staat Louisiana geboren und wuchs auf in Oklahoma. Er erhielt 1972 seinen Bachelor of Arts an der University of Pennsylvania. 1979 erreichte Getty den Grad eines Ph.D. (Doctor of Philosophy) an der University of California, Riverside. Danach wechselte er zur University of California in Los Angeles. J. Arch Getty ist Guggenheim-Stipendiat. Er arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Russischen Staatlichen Geisteswissenschaftlichen Universität in Moskau. Getty war zudem tätig im Harriman Institute der Columbia University, welches dem Studium Russlands und der Sowjetunion gewidmet ist. Auch arbeitete er im Davis Center für Russische und Eurasische Studien an der Harvard University. J. Arch Getty war Gastprofessor an der Russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau, der École des hautes études en sciences sociales in Paris und der Universität Utrecht.
Nach dem Zerfall der Sowjetunion gehörte er 1992 zusammen mit Gábor T. Rittersporn und Wiktor Semskow zu den ersten Historikern, welche in den gerade erst geöffneten sowjetischen Archiven zur Anzahl der Opfer Stalins forschten. Im Oktober 1993 veröffentlichten sie ihr Ergebnis unter dem Namen „Opfer des sowjetischen Strafvollzugssystems in den Vorkriegsjahren: Ein erster Ansatz auf der Grundlage archivarischer Beweise“ im American Historical Review.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Getty, J. Arch |
| ALTERNATIVNAMEN | Getty, John Archibald III |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Historiker |
| GEBURTSDATUM | 30. November 1950 |
| GEBURTSORT | Louisiana, USA |
| STERBEDATUM | 19. Mai 2025 |