Jack Grunsky (* 1. Juli 1945 in Graz) ist ein kanadisch-österreichischer Musiker, Sänger und Songwriter.
Grunsky wurde 1945 in Österreich geboren und lebte ab 1951 in Kanada, bevor er für mehrere Jahre nach Österreich zurückkehrte. An der High School in Toronto begann seine musikalische Karriere, wo er in einer Band Schlagzeug und in einem Folk-Trio Gitarre spielte. Nach seinem Schulabschluss kehrte er 1966 in seine Heimat zurück, wo er seine Musiker-Laufbahn fortsetzte.
Gemeinsam mit seiner Band „Jack’s Angels“ unterschrieb er einen Plattenvertrag bei Amadeo. Die restlichen Bandmitglieder kamen ursprünglich aus Linz, studierten aber in Wien. Die Band probte die oft auch selbst komponierten Songs mit meist dreistimmigem Gesang in einer Kellerbude im Wiener Außenbezirk Mauer/Hietzing, wo Grunsky auch wohnte. In den zwei Jahren ihres Bestehens veröffentlichten sie vier Alben und einige Single-Auskoppelungen, einige „Jack’s Angels“-Songs waren auch in den European Pop Charts. 1968 trennte sich die Band, die damals durchaus in einem Atemzug mit Peter, Paul & Mary genannt wurde.
Danach spielte Grunsky noch drei Soloplatten und einige Singles für Amadeo ein und arbeitete teilweise mit Alexis Korner in London zusammen. Im Jahr 1970 komponierte er die Musik für die Komödie Männer sind zum Lieben da von Regisseur Eckhart Schmidt. Eckart Rahn, der Chef des Münchner Labels Kuckuck, kaufte ihn für rund 50.000 Mark aus dem Vertrag mit Amadeo frei, wo Grunsky nach eigener Einschätzung ins Schlagerfach abgedrängt worden war. Sein fünftes Album Jack Grunsky erschien bei Kuckuck. Die Zeitschrift Sounds stellte im Februar 1973 fest, seine lyrischen Lieder seien trotz des Erfolgs von Train Station Blues nur einem kleinen Kreis von Liebhabern vertraut, und lobte die reichhaltigeren Arrangements und den „verhalten und behutsam“ gespielten Vortrag. Kommerziell blieb der Erfolg aus: Bis 1973 hatte Grunsky knapp 15.000 Langspielplatten verkauft, und Fernsehsendungen wie die ZDF-Hitparade oder der Beat-Club lehnten Auftritte ab. Im selben Jahr trennte er sich von Kuckuck, wandte sich stärker dem Rock ’n’ Roll zu und plante einen Umzug nach Hamburg oder London.
In Österreich gilt Grunsky als einer der Geburtshelfer und Wegbereiter des Austropop. So komponierte er den von André Heller interpretierten Titel Catherine, der zu einem der ersten Hitparaden-Erfolge von Heller wurde. In den frühen 1970er Jahren moderierte er auf Ö3 eine Sendereihe mit dem Titel „Folk mit Jack“. Außerdem trat er als Headliner beim steirischen Musikfestival Popendorf 71 auf.
Jack Grunsky verließ 1974 erneut Österreich in Richtung Kanada und machte sich in den folgenden Jahrzehnten einen Namen als Schöpfer von anspruchsvoller Kindermusik.
| Personendaten | |
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| NAME | Grunsky, Jack |
| KURZBESCHREIBUNG | kanadisch-österreichischer Musiker, Sänger und Songwriter |
| GEBURTSDATUM | 1. Juli 1945 |
| GEBURTSORT | Graz |