Jackson-Weiss-Syndrom

Klassifikation nach ICD-10
Q87.8 Sonstige näher bezeichnete angeborene Fehlbildungssyndrome, anderenorts nicht klassifiziert
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Das Jackson-Weiss-Syndrom ist eine sehr seltene angeborene Erkrankung mit einer Kombination von Wachstumsstörung des Schädels (Kraniosynostose), Unterentwicklung (Hypoplasie) des Mittelgesichtes und Fehlbildung (Synostosen) der Füße.

Die Erkrankung wird nach M. M. Cohen zu den syndromalen Kraniosynostosen gezählt.

Die Bezeichnung bezieht sich auf die Erstbeschreibung von 1976 durch C. E. Jackson, L. Weiss und Mitarbeiter.

Verbreitung

Die Häufigkeit wird mit unter 1 zu 1.000.000 angegeben, die Vererbung erfolgt autosomal-dominant.

Ursache

Der Erkrankung liegen Mutationen im Gen des Fibroblasten-Wachstumsfaktor-Rezeptors zugrunde: entweder im FGFR1-Gen auf dem Chromosom 8 am Genort p11.23-p11.22 oder im FGFR2-Gen auf dem Chromosom 10 q26.13.

Klinische Erscheinungen

Klinische Kriterien sind:

Hinzu können Genu valgum und Luftwegsveränderungen kommen.

Therapie

Die Behandlung erfolgt operativ in mehreren Schritten.

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Eintrag zu Jackson-Weiss-Syndrom. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten)
  2. ↑ M. M. Cohen Jr: Craniosynostosis. Diagnosis, evaluation and management. Raven, New York 1986.
  3. ↑ C. E. Jackson, L. Weiss, W. A. Reynolds, T. F. Forman, J. A. Peterson: Craniosynostosis, midfacial hypoplasia and foot abnormalities: an autosomal dominant phenotype in a large Amish kindred. In: The Journal of pediatrics, Juni 1976, Band 88, Nr. 6, S. 963–968; ISSN 0022-3476. PMID 1271196.
  4. ↑ Jackson-Weiss syndrome. In: Online Mendelian Inheritance in Man. (englisch)
  5. ↑ T. Wenger D. Miller, K. Evans: FGFR Craniosynostosis Syndromes Overview. In: GeneReviews®