Weißfilziges Greiskraut

Weißfilziges Greiskraut

Weißfilziges Greiskraut (Jacobaea maritima)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Senecioneae
Gattung: Jacobaea
Art: Weißfilziges Greiskraut
Wissenschaftlicher Name
Jacobaea maritima
(L.) Pelser & Meijden

Das Weißfilzige Greiskraut (Jacobaea maritima), auch Silber-Greiskraut, Silberfarbiges Greiskraut, Zweifarbiges Greiskraut, Silberblatt oder Aschenpflanze genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Jacobaea (früher als Untergattung der Gattung der Greiskräuter (Senecio zugeordnet) innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae)). Diese mediterrane Pflanzenart wird als Zierpflanze in Parks, Gärten sowie auf Gräbern verwendet und dient als so genannte „Strukturpflanze“ im Beet.

Beschreibung und Ökologie

Illustration
Als „Strukturpflanze“ im Beet
Ausschnitt aus dem Blütenstand mit mehreren Blütenkörbchen, die viele bestäubungsfähige Röhrenblüten enthalten
Weißfilziges Greiskraut (Jacobaea maritima)

Vegetative Merkmale

Der reichverzweigte Halbstrauch erreicht Wuchshöhen von 25 bis 60 Zentimetern. Die Laubblätter bilden nicht blühende, grundständige Rosetten oder sind am blühenden Stängel verteilt. Die Laubblätter sind gelappt oder fiederschnittig mit fiederteiligen bis gelappten oder fast ganzen Lappen, sind 4 bis 15 Zentimeter lang sowie 2,5 bis 7 Zentimeter breit. Die Blattoberseite ist spinnwebig filzig und verkahlend und die Blattunterseite dicht weißfilzig behaart.

Generative Merkmale

In einem trugdoldigen Blütenstand stehen viele Blütenkörbe. Diese haben einen Durchmesser von 12 bis 15 Millimeter und enthalten Zungen- und Röhrenblüten. Die Hüllblätter sind ebenfalls weißfilzig, wobei die inneren etwa 7 Millimeter und die äußeren bis 3 Millimeter lang werden. Außen steht ein Kranz mit 10 bis 13 hellgelben, zygomorphen und weibliche Zungenblüten (= Strahlenblüten), sie sind 10 bis 13 Millimeter lang. Innen stehen die orangefarbenen und zwittrigen Röhrenblüten (= Scheibenblüten). Die Bestäubung erfolgt durch Insekten. Es werden rippige Achänen mit längerem und weißlichem Pappus gebildet.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 40.

Die Pflanze ist giftig.

Vorkommen

Ihr Verbreitungsgebiet umfasst den Mittelmeerraum. In weiteren Ländern, auf den Kanaren, Azoren, Balearen, in Großbritannien, Irland, Portugal, Algerien, Marokko, in den Niederlanden, Deutschland, Bulgarien, in der Ukraine und in Neuseeland ist sie ein Neophyt. Als typische mediterrane Küstenpflanze besiedelt sie Küstenfelsen und stabilisierte Küstendünen. In Deutschland ist die Art in Helgoland in Einbürgerung begriffen.

Systematik

Die Erstveröffentlichung erfolgte unter dem Namen (Basionym) Othonna maritima durch Carl von Linné in Species Plantarum Band 2 Seite 925. Die Neukombination zu Jacobaea maritima (L.) Pelser & Meijden wurde 2005 durch Pieter B. Pelser und Ruud van der Meijden in Heukels' Flora van Nederland, 23. Auflage, S. 677 veröffentlicht. Weitere Synonyme für (L.) Pelser & Meijden sind: Cineraria maritima (L.) L., Senecio cineraria DC., Senecio maritimus (L.) Rchb. non L.f., Senecio gibbosus subsp. cineraria (DC.) Peruzzi & al., Senecio bicolor subsp. cineraria (DC.) Chater.

Von der Art Jacobaea maritima gibt es je nach Autor mehrere Unterarten:

Bei manchen Autoren gibt es die Artengruppe Jacobaea maritima aggr. mit den Arten:

Literatur

Commons: Weißfilziges Greiskraut (Jacobaea maritima) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Senecio cineraria bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. Louis
  2. ↑ Jacobaea maritima bei vetpharm.uzh.ch
  3. ↑ Ingrid Schönfelder, Peter Schönfelder: Der Kosmos Heilpflanzenführer. Kosmos, 2019, ISBN 978-3-440-16504-1, S. 180.
  4. 1 2 Jacobaea maritima im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 3. Juni 2016.
  5. ↑ Gerald Parolly: Asteraceae. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 823.
  6. ↑ Jacobaea maritima bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis, abgerufen am 30. Mai 2016.
  7. 1 2 3 4 5 6 7 Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). In: W. Greuter, Eckhard von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae.: Jacobaea maritima In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.
  8. ↑ Jacobaea. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science, abgerufen am 21. Juni 2026.