Jacod-Syndrom

Klassifikation nach ICD-10
C11 Bösartige Neubildung des Nasopharynx
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Das Jacod-Syndrom ist ein komplexes Krankheitsbild mit einseitigen Ausfällen der Hirnnerven II-VI im Anfangsstadium maligner Tumoren im Epipharynx, die durch die Schädelbasis hindurch in Richtung Orbita wachsen. Die Erkrankung gehört zu den Sinus-cavernosus-Syndromen und ähnelt dem Godtfredsen-Syndrom.

Synonyme sind: Petrosphenoidales Syndrom; Negri-Jacod-Syndrom; Syndrom der mittleren Hirnnervengruppe; Jacod Trias

Die Bezeichnung bezieht sich auf den Erstautoren der Erstbeschreibung aus dem Jahre 1921, den französischen Neurologen Maurice Jacod.

Ursache

Zugrunde liegt in der Regel ein Nasopharynxkarzinom mit Ausdehnung in den Sinus-cavernosus mit Ophthalmoplegie, Erblindung und Trigeminusneuralgie.

Klinische Erscheinungen

Klinische Kriterien sind:

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 Bernfried Leiber (Begründer): Die klinischen Syndrome. Syndrome, Sequenzen und Symptomenkomplexe. Hrsg.: G. Burg, J. Kunze, D. Pongratz, P. G. Scheurlen, A. Schinzel, J. Spranger. 7., völlig neu bearb. Auflage. Band 2: Symptome. Urban & Schwarzenberg, München u. a. 1990, ISBN 3-541-01727-9.
  2. ↑ Jacod-Syndrom.
  3. ↑ M. Jacod: Sur la propagation intracrânienne des sarcomes de la trmpe d’Eustache, syndrome du carrefour pétrosphénoidal, paralysie de 2e, 3e, 4e, 5e, et 6e paires crâniennes. In: Revue Neurologique Paris, Band 28, 1921, S. 33–38