
Jacques Ferron (* 20. Januar 1921 in Louiseville; † 22. April 1985 in Saint-Lambert, Québec) war ein kanadischer Schriftsteller französischer Sprache.
Jacques Ferron war der Sohn eines Notars. Er wurde Arzt (mit konstanter Hinwendung zu den Armen) und praktizierte zeitweise in einer psychiatrischen Anstalt in Montréal. Besonders geprägt wurde er (von 1947 bis 1949) von seinen Erfahrungen als Arzt auf der Halbinsel Gaspésie. Im Alter von rund 40 Jahren begann er um 1960 eine Karriere als Schriftsteller und 1963 mit der Gründung der alternativen Partei Parti Rhinocéros eine Karriere als Politiker. Mit seinen zahlreichen polemischen Schriften, Essays, Leserbriefen, Theaterstücken und vor allem seinen Erzählungen und Romanen, die mehrere Preise erhielten und die eine Art Mythologie schufen, wurde er im Quebec noch zu Lebzeiten und vor allem nach seinem (als zu früh empfundenen) Tod zu einer Legende. Entsprechend umfangreich ist die ihn betreffende Literatur. Der Verleger Jacques Lanctôt begründete 1995 die Reihe Cahiers Jacques Ferron, die es bis 2006 auf 14 Bände brachte.
Jacques Ferron war der Bruder der Schriftstellerin Madeleine Ferron (1922–2010) und der Malerin Marcelle Ferron (1924–2001), Schülerin von Paul-Émile Borduas.
| Personendaten | |
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| NAME | Ferron, Jacques |
| KURZBESCHREIBUNG | kanadischer Schriftsteller französischer Sprache und Arzt |
| GEBURTSDATUM | 20. Januar 1921 |
| GEBURTSORT | Louiseville |
| STERBEDATUM | 22. April 1985 |
| STERBEORT | Saint-Lambert (Montérégie), Québec |