Jacques Gaffarel

Jacques Gaffarel: Curiositez inouyes sur la sculpture talismanique des Persans, horoscope des patriarches et lecture des estoilles, Nachauflage 1637

Jacques Gaffarel (* 1601 in Mane, Provence; † 1. Dezember 1681 in Sigonce) war ein französischer Theologe, Orientalist und Okkultist. Er war zeitweise Bibliothekar Richelieus und Kommendatar-Prior des Klosters Ganagobie.

Leben

Über seine Eltern oder die Stationen seines Lebens ist nur wenig bekannt. Im Alter von 25 Jahren wurde ihm von der Universität von Valence ein Doktortitel in Theologie verliehen; sein zweiter Doktortitel in Rechtswissenschaften der Universität von Paris folgte wenige Jahre später. Er wurde zum Priester geweiht. Unter der Anleitung von Philippe d’Aquin, einem zum Christentum konvertierten Juden, lernte er Hebräisch; außerdem erhielt er wahrscheinlich eine Einführung in das okkulte Wissen der Kabbala. In den Jahren 1626 bis 1639 unternahm Gaffarel mehrere Reisen nach Italien, Griechenland und in den Vorderen Orient. Von dort brachte er stapelweise Manuskripte mit, die im damaligen Europa gesucht und teuer waren. Bereits in den 1620er Jahren wurde Kardinal Richelieu auf ihn aufmerksam; er machte ihn zu seinem Bibliothekar und verschaffte ihm im Alter eine Stellung als Kommendatarprior des Klosters Ganagobie.

Werk

Im Jahr 1629 erschien sein berühmtestes Werk Curiositez inouyes sur la sculpture talismanique des Persans, horoscope des patriarches et lecture des estoilles („Unbekannte [= unglaubliche] Nachrichten über die persischen Talismane, die Horoskope der Patriarchen und das Lesen [= die Deutung] der Sterne“). Es wurde von Sorbonne zensiert, woraufhin Gaffarel es zurückzog.

Weitere Schriften sind:

Literatur

Commons: Jacques Gaffarel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien