Jacques Reclus

Jacques Reclus (1880)

Jacques Reclus (* 27. Juli 1796 in Le Fleix, Département Dordogne; † 8. April 1882 in Orthez, Département Pyrénées-Atlantiques) war ein französischer reformierter Pastor.

Leben und Wirken

Reclus war ein Sohn des Gärtners Jean Reclus (1760–1848) und dessen Ehefrau Jeanne Virolle (1767–1819). Er besuchte das Gymnasium von Périgueux und studierte an der Universität Bordeaux. Durch Vermittlung seiner Dozenten bekam Reclus im Anschluss daran eine Anstellung als Bibliothekar auf dem Schloss des Politikers Élie Decazes in Bonzac.

1819 ging Reclus an die Theologische Fakultät von Montauban. Nach seiner Ordination arbeitete er ab Dezember 1821 in einer Gemeinde in Nîmes (Département Gard). Im darauffolgenden Jahr wechselte er nach Roche-Chalais; 1824 konnte er die Kirchengemeinde Montcaret übernehmen.

1824 heiratete er Zéline Trigant-Marquey und hatte mit ihr vierzehn Kinder; darunter den Journalisten Élie Reclus (1827–1904), die Geographen Élisée Reclus (1830–1905) und Onésime Reclus (1837–1916), den Ingenieur Armand Reclus (1843–1927) und den Chirurgen Paul Reclus (1847–1914).

Parallel zu seinem Amt als Seelsorger war Reclus auch Dozent an der Theologischen Hochschule von Sainte-Foy-la-Grande. Ein Jahr nach der Julirevolution von 1830 gab Reclus seine Ämter auf, um in einer evangelikalen Kirchengemeinde von Castétarbe als Pastor zu arbeiten.

Jacques Reclus starb am 8. April 1882 in Orthez, wo er auch seine letzte Ruhestätte fand.

Schriften (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Heute Teil des Institut Protestant de Théologie in Montpellier
Personendaten
NAME Reclus, Jacques
KURZBESCHREIBUNG französischer Pastor
GEBURTSDATUM 27. Juli 1796
GEBURTSORT Le Fleix, Département Dordogne
STERBEDATUM 8. April 1882
STERBEORT Orthez, Département Hautes-Pyrénées