Jambhala

Jambhala sculpture. Buddha Tooth Relic Temple and Museum, Chinatown, Singapore.

Jambhala (auch Jambala) ist der buddhistische Yidam des Reichtums. Er wird ikonografisch unterschiedlich dargestellt, doch immer mit dem Mungo als chararkterisierendes Attribut.

Beschreibung

Das Mungo dient dazu, Jambhala von seinem brahmanischen Gegenstück Kuvera zu unterscheiden – möglicherweise durch den Geldbeutel des Letzteren angeregt; denn das Sanskrit-Wort für einen aus der Haut eines Mungos gefertigten Geldbeutel (nakulaka) bedeutet zugleich auch Mungo. Wenn Jambhala auf dessen Flanken drückt, so speit der Mungo Juwelen und andere Schätze aus seinem Inneren hervor. In der buddhistischen Mythologie nimmt er auch die Gestalt von Vaiśravaṇa an.

Darstellungen in der Ikonografie

Jambhala wird als goldene, korpulente und jugendliche Gestalt dargestellt, die im indischen Stil sitzt. Er hält in seiner rechten Hand eine Zitrone (Jambhara), was ihm wahrscheinlich zu seinem Namen verhalf, und in der anderen Hand ein Juwelen speiendes Mungo (Nakula). Die Samen der Zitrone stellen die Samen der Welt dar.

Eine andere Darstellung Jambhalas zeigt ihn mit einem Dreizack und einem Zepter, seitlich auf einem Pferdedrachen sitzend oder Jambhala schreitet über eine Person hinweg, die Juwelen erbricht. Indonesische Darstellungen zeigen ihn häufig, flankiert von Löwen. Als sechsarmiger Dharmapala dargestellt, hält er im ersten Armpaar rechts ein Juwel sowie links eine Schädelschale mit Juwelen, im zweiten Armepaar rechts einen Fanghaken und links eine Fangschlinge, sowie im dritten Armepaar in beiden Händen ein Schatz-Ichneumon.

Vergleichbare Gottheiten sind der Gott des Geldbeutels, Panchika, und als weiblicher Konterpart die Göttin des Reichtums, Kurukulla.

Commons: Jambhala – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Anthropos - International Review of Ethnology and Linguistics. Band 77. Anthropos, 1982, S. 207–208.
  2. 1 2 3 4 Charles Russell Coulter, Patricia Turner: Encyclopedia of Ancient Deities. Routledge, 2013, ISBN 978-1-135-96397-2, S. 248 (Ebook).
  3. ↑ Loden Sherap Dagyab: Die Sādhanas der Sammlung sGrub-thabs ʼDod-ʼjo. Otto Harrassowitz Verlag, 1991, ISBN 978-3-447-03108-0, S. 314 (google.de).