James D. Fearon (* 1963) ist ein Professor für Political Science an der Stanford University. Er ist bekannt für seine Arbeiten zur Theorie der Bürgerkriege, zu internationalen Verhandlungen, zum Rätsel der Ineffizienz von Kriegen, zu sogenannten „audience costs“ und zum ethnischen Konstruktivismus.
Laut einer Umfrage unter Forschenden zu Internationalen Beziehungen aus dem Jahr 2011 gehörte Fearon zu den einflussreichsten Forschenden der Internationalen Beziehungen der letzten 20 Jahre.
Fearon erwarb einen Bachelor-Abschluss von der Harvard University und wurde an der University of California Berkeley promoviert. Sein Doktorvater war Kenneth Waltz. Seit 2002 ist er Mitglied der American Academy of Arts and Sciences, seit 2012 Mitglied der National Academy of Sciences.
Fearons Forschung zum Thema Krieg betont die Notwendigkeit zu erklären, warum rational geführte Staaten letztendlich Krieg führen, anstatt zu verhandeln, obwohl Verhandlungen a priori für beide Seiten vorteilhafter sein können. Er erläutert auch, wie Demokratien aufgrund der Kosten für die heimische Öffentlichkeit besser in der Lage sind, ihre Absichten im Krieg zu signalisieren.
Sein Artikel Rationalist Explanations for War aus dem Jahr 1995 ist der am häufigsten verwendete Zeitschriftenartikel in der Ausbildung von Promovierenden der Internationalen Beziehungen an US-amerikanischen Universitäten.
(Quelle: Universität Stanford)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fearon, James |
| ALTERNATIVNAMEN | Fearon, James D. |
| KURZBESCHREIBUNG | Professor für Political Science an der Stanford University |
| GEBURTSDATUM | 1963 |