
James Koang Chuol (geb. 1961) ist ein Militär und Politiker im Südsudan. Koang war seit Mai 2026 Gouverneur des Bundesstaates Upper Nile. Er wurde von Präsident Salva Kiir Mayardit wiederernannt worden.
Am 20. Dezember 2013 erklärte sich Koang, der zuvor Kommandeur der 4. Division der Streitkräfte des Südsudan (SPLA) gewesen war, zum Militärgouverneur des Unity State. Seine Truppen lieferten sich daraufhin Gefechte mit den Kiir-Anhängern, woraufhin sich die Kiir-treuen Streitkräfte in die Kasernen in Bentiu zurückzogen. Am nächsten Tag erklärte Koang seine Treue zu Riek Machar und rief eine Übergangsregierung des Bundesstaates aus. Gouverneur Joseph Nguen Monytuel floh aus dem Bezirk Mayom.
Im Dezember 2014 wurde Koang zum Kommandeur der Spezialdivision der Sudan People’s Liberation Movement-in-Opposition (SPLA-IO) ernannt.
Im Juli 2015 setzte der Sicherheitsratsausschuss der Vereinten Nationen für Südsudan (United Nations Security Council Committee for South Sudan) Koang auf eine Sanktionsliste. Als Grund wurde seine Position als Anführer von Kräften angeführt, deren Mitglieder in großem Umfang gezielte Angriffe und sexuelle Gewalt gegen Zivilisten verübt haben, was einen Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht (international humanitarian law) darstellt.
Koang wurde am 19. März 2025 zum Gouverneur des Bundesstaates Obernil ernannt. Im Oktober 2025 entband Präsident Salva Kiir Koang von diesem Amt und ersetzte ihn durch Jacob Dollar, den ehemaligen Sprecher der Landesversammlung. Im Mai 2026 wurde Koang von Präsident Salva Kiir erneut zum Gouverneur des Bundesstaates Obernil ernannt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Koang, James |
| ALTERNATIVNAMEN | James Koang Chuol |
| KURZBESCHREIBUNG | südsudanesischer Militär und Politiker |
| GEBURTSDATUM | 1961 |