Jan Decker

Jan Decker (* 9. November 1977 in Kassel) ist ein deutscher Schriftsteller.

Leben

Jan Decker wurde als Sohn eines Deutschen und einer Österreicherin geboren. Er besuchte das Friedrich-Koenig-Gymnasium in Würzburg und gab in einer Abiturzeitung als Berufswunsch Schriftsteller an. Mit Martin Maria Eschenbach, Carsten Kurpanek und Nico Manger gründete er 1995 in Höchberg bei Würzburg die Post-Grunge-Band Sandmann. In einer Ausbildung zum Buchhändler lernte Decker, wie der Buchmarkt funktioniert. Er studierte zunächst Germanistik und Philosophie in Hannover und Greifswald, bevor er sich ausschließlich dem Schreiben zuwandte.

Er studierte von 2004 bis 2008 am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Seit dieser Zeit schrieb Decker Theaterstücke mit Uraufführungen unter anderem am Staatstheater Nürnberg und dem Theater Vorpommern sowie zahlreiche Hörspiele und Features. In Anthologien und Zeitschriften veröffentlichte er Dramen, Kurzprosa, Essays und gelegentlich Lyrik.

Sein Buch Eckermann oder die Geburt der Psychoanalyse aus dem Geist Goethes erschien 2012 mit Zeichnungen von Kay Voigtmann. Für diesen Monolog um Goethes „ewigen Gehilfen“ erhielt Decker positive Besprechungen.

Jan Decker hatte Lehraufträge der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und der Bergischen Universität Wuppertal. Am Fachbereich Germanistik der Universität Osnabrück unterrichtete er u. a. Hörspiel, Radiofeature und Kreatives Schreiben. Seit 2020 gibt er Lehrveranstaltungen mit ähnlichen Schwerpunkten an der Universität Wien. Er legte 2014 mit Praxisleitfaden Hörspielwerkstatt eine didaktische Handreichung zum Hörspiel vor.

Jan Decker publiziert regelmäßig auf den Kulturseiten der Tageszeitung junge Welt und ist auch im Deutschlandradio und weiteren Medien zu finden. Er lebt und arbeitet in Wien.

Decker ist Mitglied im PEN Deutschland.

Auszeichnungen

Werke

Einzelveröffentlichungen

Theaterstücke

Hörspiele

Features

Libretti

Reportagen

Einzelnachweise

  1. ↑ Dies indipendentiae. Abiturzeitung des Friedrich-Koenig-Gymnasiums Jahrgang 1995/97.
  2. ↑ Leicht-Sinn. CD 1998 (von Sandmann und Freddy Setz im Tonstudio Würzburg aufgenommen und gemixt).
  3. ↑ Niklas Kuschkowitz: 10 Fragen an Jan Decker. In: STADTBLATT Osnabrück (12/2018), bvw Verlag GmbH, S. 5.
  4. ↑ Jan Decker: Premiere am Staatstheater Nürnberg. In: Main-Post, 7. Dezember 2008, abgerufen am 17. Juli 2016.
  5. ↑ Kassensturz! Schauspiel von Jan Decker. Theater Vorpommern in Greifswald und Stralsund, archiviert vom Original am 4. März 2014; abgerufen am 17. Juli 2016.
  6. ↑ Dietmar Jacobsen: Goethes Papagei auf der Couch. Rezension auf literaturkritik.de, 14. Mai 2012, abgerufen am 17. Juli 2016.
  7. ↑ Jan Decker beim Horlemann Verlag, abgerufen am 17. Juli 2016.
  8. ↑ Jan Decker auf den Webseiten der Bergischen Universität Wuppertal, abgerufen am 19. Januar 2018.
  9. ↑ Dozentenseite von Jan Decker an der Universität Osnabrück, abgerufen am 17. Juli 2016.
  10. ↑ Siehe etwa: Über allen Gipfeln ist Ruh'. Mein Blick auf die Literatur der Schweiz, in: junge Welt, 6. Juli 2019.
  11. ↑ Kurzvita auf seiner Website
  12. ↑ Ein besonderes Fleckchen Erde. Elbe-Jeetzel-Zeitung, 27. Oktober 2015, Seite 5.
Personendaten
NAME Decker, Jan
KURZBESCHREIBUNG deutscher Schriftsteller
GEBURTSDATUM 9. November 1977
GEBURTSORT Kassel, Deutschland