

Jan Andrzej Frycz (* 15. Mai 1954 in Krakau, Polen; † 15. August 2026 in Warschau, Polen) war ein polnischer Film- und Theaterschauspieler. Er wurde als einer der bedeutendsten Polen seiner Zunft gesehen. Frycz erhielt für sieben polnische Filmpreise Nominierungen und gewann dreimal den Preis als bester Nebendarsteller in den Filmen Pornografia (2003), Pręgi (2004) und 25 Jahre Unschuld (2021).
Frycz’ Vater war Bergbauingenieur und missbilligte dessen Interesse an der Schauspielerei; er argumentierte, ein Junge solle einen sichereren Beruf ergreifen. Trotz des Widerstands seines Vaters verfolgte Frycz seine Schauspielkarriere und schloss 1978 die Nationale Theaterakademie Krakau (AST) ab. Im selben Jahr gab er sein Theaterdebüt am Juliusz-Słowacki-Theater, wo er in den Jahren 1978 bis 1982 und 1984 bis 1989 weiterhin auftrat.
Von 1982 bis 1984 arbeitete er zwei Jahre lang am Nationaltheater Warschau und am Polnischen Theater Andrzej Seweryn, bevor er nach Krakau zurückkehrte, wo er weiterhin am Juliusz-Słowacki-Theater und von 1989 bis 2006 am Alten Theater Helena Modrzejewska tätig war.
Frycz gab 1976 sein Filmdebüt in dem norwegischen Film „Dagny“. In der zweiten Hälfte der 1970er und in den 1980er Jahren konzentrierte er sich hauptsächlich auf seine Theaterarbeit und übernahm nur wenige, meist episodische Rollen.
Ab 2006 bis zu seinem Tod war er Schauspieler am Nationaltheater in Warschau.
Frycz war dreimal verheiratet. Aus erster Ehe stammte eine Tochter, aus zweiter Ehe zwei Töchter sowie drei Söhne. Seine Töchter Gabriela und Olga sind Schauspielerinnen. Er hatte mehrere Enkelkinder.
Jan Frycz war Alkoholiker. Im Jahr 2015 hatte er einen schweren Autounfall, den er überlebte. Dabei wurde er an der Wirbelsäule verletzt, wobei er fortan Bewegungseinschränkungen und Schmerzen hatte. Im Jahr 2021 wurde er erneut operiert. Im darauffolgenden Jahr verschlechterte sich sein Gesundheitszustand, wodurch es ihm nicht möglich war, der Buchpremiere seiner Tochter Maria Frycz-Żółtek, einer Anglistin, die in Chicago, USA, lebt, beizuwohnen. Frycz-Żółtek wurde im August 2025 Mutter eines Sohnes und somit eines weiteren Enkels von Frycz. An der Taufe, die im Oktober 2025 in Rom stattfand, konnte er aus gesundheitlichen Gründen ebenfalls nicht teilnehmen. In seinen letzten Lebensjahren kämpfte er gegen Krebs, wobei er bis zu seinem Tod am Nationaltheater tätig war.
Er starb am 15. August 2026 im Alter von 72 Jahren in Warschau. Er fand am 7. September auf dem Warschauer Powązki-Friedhof seine letzte Ruhe.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Frycz, Jan |
| ALTERNATIVNAMEN | Frycz, Jan Andrzej (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | polnischer Film- und Theaterschauspieler |
| GEBURTSDATUM | 15. Mai 1954 |
| GEBURTSORT | Krakau, Polen |
| STERBEDATUM | 15. August 2026 |
| STERBEORT | Warschau, Polen |