Jan Lutek

Jan Lutek auch Jan Lutkowic z Brzezia (* um 1405 in Brzezie; † 1471 in Krakau, Polen-Litauen) war Unterkronkanzler, von 1463 bis 1464 Bischof von Włocławek, von 1464 bis 1471 Bischof von Krakau und gewählter Bischof von Ermland. Seine Familie war Teil der Wappengemeinschaft Doliwa.

Leben

Jan Lutek studierte an der Krakauer Akademie. Von 1429 bis 1430 war er Sekretär des litauischen Fürsten Vytautas in Vilnius, später Sekretär des polnischen Königs Władysław II. Jagiełło in Krakau. 1433 nahm er am Konzil von Basel teil. 1451 promovierte er in Rom in Rechtswissenschaften, wo er ein enger Vertrauter des Papstes Nikolaus V. wurde. 1454 nahm er am Reichstag in Regensburg teil und später am Dreizehnjährigen Krieg auf Seiten des polnischen Königs Kasimir IV. Andreas. 1457 wurde er zum Bischof von Ermland gewählt. Das Amt erhielt jedoch Enea Silvio Piccolomini, der spätere Papst Pius II. 1460 verhandelte er das Bündnis zwischen Kasimir IV. Andreas und Georg von Podiebrad in Beuthen. 1463 wurde er Bischof von Włocławek und 1464 Bischof von Krakau. 1466 war er einer der Unterzeichner des Zweiten Friedens von Thorn. 1469 nahm er für den polnischen König den Lehnseid vom Großmeister des Deutschen Ordens Heinrich Reuß von Plauen in Piotrków Trybunalski ab.

Siehe auch

Literatur

VorgängerAmtNachfolger
Jan GruszczyńskiBischof von Włocławek
1463–1464
Jakub z Sienna
Jan GruszczyńskiBischof von Krakau
1464–1471
Jan von Rzeszów
Personendaten
NAME Lutek, Jan
ALTERNATIVNAMEN Lutkowic z Brzezia, Jan; Lutek, Johann
KURZBESCHREIBUNG römisch-katholischer Bischof von Krakau, Unterkronkanzler von Polen
GEBURTSDATUM 1405
GEBURTSORT Brzezie, Polen-Litauen
STERBEDATUM 1471
STERBEORT Krakau, Polen-Litauen