Jan Meyerowitz (* 23. April 1913 in Breslau als Hans-Hermann Meyerowitz; † 15. Dezember 1998 in Colmar) war ein deutsch-amerikanischer Komponist, Dirigent, Pianist und Schriftsteller.
Jan Meyerowitz wuchs in Breslau als Sohn eines Flachsfabrikanten auf. Ab 1927 studierte er in Berlin bei Walther Gmeindl und Alexander von Zemlinsky. 1931 legte er sein Abitur am Grunewald-Gymnasium ab. 1933 musste er Deutschland verlassen und setzte seine Ausbildung in Rom bei Ottorino Respighi, Alfredo Casella und dem Dirigenten Bernardino Molinari fort. 1938 übersiedelte er nach Belgien, 1939 nach Südfrankreich, wo er Kontakt zur Résistance hatte. Meyerowitz war im Camp de Gurs inhaftiert. Seine spätere Frau, die Sängerin Marguerite Fricker, half ihm, in Marseille die Besatzungszeit zu überleben.
1946 ging Meyerowitz in die USA und wurde Assistent von Boris Goldovsky, dem Leiter des Opernprogramms in Tanglewood. 1951 wurde er amerikanischer Staatsbürger. Als Dozent unterrichtete Meyerowitz am Brooklyn College (1956–1962) und am City College of New York. Nach seiner Emeritierung kehrte er nach Frankreich zurück. Meyerowitz wurde zu einem der gewichtigsten neueren amerikanischen Opernkomponisten bei oft stark gesamt-kritischen Engagement, er schrieb neben Sinfonik, Kammermusik Opern. 1997 wurde Meyerowitz mit dem Johann-Wenzel-Stamitz-Preis der Künstlergilde Esslingen ausgezeichnet.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Meyerowitz, Jan |
| ALTERNATIVNAMEN | Meyerowitz, Hans-Hermann (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsch-amerikanischer Komponist, Dirigent, Pianist und Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 23. April 1913 |
| GEBURTSORT | Breslau |
| STERBEDATUM | 15. Dezember 1998 |
| STERBEORT | Colmar |