Matthias Altenburg

Matthias Altenburg (2008)

Matthias Altenburg (* 1958 in Fulda) ist ein deutscher Journalist und Schriftsteller. Unter dem Pseudonym Jan Seghers schreibt er Kriminalromane, zu deren Protagonisten Kommissar Robert Marthaler gehört, dessen Kriminalfälle vom ZDF verfilmt wurden.

Leben

Altenburg wuchs auf im nordhessischen Baunatal und legte das Abitur an einem Gymnasium in Kassel ab. Anschließend studierte er Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Göttingen. Von 1987 bis 1996 war er Lektor im Frankfurter Verlag der Autoren. 1993 nahm er am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil.

Altenburg wurde als Verfasser von Essays und Kritiken bekannt, in denen er gegen Erscheinungen des Zeitgeistes polemisiert. Unter dem Titel Kampf den Flaneuren veröffentlichte er 1992 eine scharfe Generalabrechnung mit den Autoren der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, denen er vorwarf, eine Literatur fern der Lebenswirklichkeit zu produzieren, und forderte einen neuen Realismus. In seinen eigenen erzählerischen Werken stehen häufig gesellschaftliche Außenseiter im Mittelpunkt.

„Jan Seghers“

Seit 2004 veröffentlicht Altenburg unter dem Pseudonym Jan Seghers (eine Hommage an Anna Seghers und Jan Ullrich) Kriminalromane im Stil des Nordic Noir nach dem Vorbild von Autoren wie Henning Mankell und Sjöwall-Wahlöö, von denen in den 2010er Jahren fünf für die Reihe Kommissar Marthaler des ZDF verfilmt wurden.

Ebenfalls unter diesem Pseudonym schrieb Altenburg von Mai 2006 bis März 2018 das Blog Geisterbahn. Tagebuch mit Toten. Beiträge daraus erschienen 2012 in Buchform.

Auszeichnungen

Sonstiges

Altenburg lebt in Frankfurt am Main und ist leidenschaftlicher Radfahrer.

Werke

Unter dem Pseudonym Jan Seghers

Als Herausgeber

Literatur

Commons: Matthias Altenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege

  1. ↑ Dietmar Jacobsen: Brisant, spannend und hochaktuell: Mit „Der Solist“ beginnt Jan Seghers eine neue Reihe von Spannungsromanen, Rezension auf literaturkritik.de vom 13. April 2021, abgerufen am 18. Mai 2021.