Jared Angira

Jared Angira (* 1947) ist ein kenianischer Lyriker. Er zählt zu den wichtigen Lyrikern seines Landes.

Leben und Wirken

Angira kam im Jahr 1962 an die Maseno School und redigierte dort Mambo Leo. Er studierte an der Universität Nairobi Wirtschaftswissenschaften, redigierte Busara und arbeitete im Staatsdienst. Er leitete bis 2005 eine kenianische Schriftstellervereinigung; er lebte zuletzt Seattle.

Zu Angiras Gedichtbänden zählen Juices (1970), Silent Voices (1972), Soft Corals (1973), Cascades (1979), The Years Go By (1980) und Tides of Time: Selected Poems (1996). Die von David Cook und David Rubadiri herausgegebene Anthologie Poems from East Africa enthält ebenfalls seine Gedichte. Seine Gedichte befassen sich vornehmlich mit der sozialen Ungleichheit und der politischen Macht; No Coffin, No Grave ist als Satire auf politische Privilegien angelegt.

Angira gehört zur ersten Generation moderner kenianischer Lyriker, die auch mündliche Überlieferungen aufgriffen. Verbale Ironie in seinen Gedichtbänden dient als Mittel sozialer Kritik. Seine Gesellschaftskritik wurde statt als Marxismus als revolutionärer Egalitarismus gedeutet.

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 Poet of the Week: Jared Angira. In: African Voice. 17. Oktober 2013, abgerufen am 3. November 2026 (englisch).
  2. ↑ Kenya can no longer be termed literary wasteland. In: Business Daily. 26. September 2013, abgerufen am 3. November 2026 (englisch).
  3. ↑ Shem Migot-Adhola, the dreamer who deployed wit in every battle he fought. In: The Standard. 18. November 2024, abgerufen am 3. November 2026 (englisch).
  4. ↑ JARED ANGIRA. In: Prometeo. Juli 2008, abgerufen am 3. November 2026 (englisch).
  5. 1 2 Reclaiming Home: Chottohanga Aketch's The Sun on a Coloured Portrait. In: The Standard. 18. Oktober 2018, abgerufen am 3. November 2026 (englisch).
  6. ↑ Conscious craft: verbal irony in the poetry of Jared Angira. In: AfricaBib. Abgerufen am 3. November 2026 (englisch).
  7. ↑ The crisis of post-colonial intellectual thought and knowledge production: Examining Jared Angira’s African revolutionary egalitarianism. In: Hybrid Journal of Literary and Cultural Studies. 6. März 2021, abgerufen am 3. November 2026 (englisch).