Jasmin Gordon

Jasmin Gordon (* 1978 in Los Angeles) ist eine schweizerisch-amerikanische Filmregisseurin und Drehbuchautorin, die in Bern lebt.

Frühes Leben und Ausbildung

Jasmin Gordon wurde in Kalifornien geboren und besitzt sowohl die schweizerische als auch die amerikanische Staatsbürgerschaft. Sie studierte Literatur und Fotografie in den Vereinigten Staaten und in Frankreich. Anschließend absolvierte sie ein Masterstudium im Bereich Dokumentarfilm an der Stanford University, das sie 2006 abschloss. Bereits während und nach ihrem Studium realisierte sie mehrere Kurzfilme und dokumentarische Arbeiten. Diese wurden auf internationalen Festivals gezeigt, darunter SXSW, Slamdance, das Encounters Short Film Festival, AFI Docs sowie das Festival Européen du Film Court de Brest.

Karriere

Mit ihrem Spielfilmdebüt Les Courageux (The Courageous, 2024), nahm sie am Torino Script Lab 2021 teil. Der Film feierte seine Weltpremiere im Discovery-Programm des Toronto International Film Festival. Der Film erhielt den Berner Filmpreis für den besten Spielfilm und den Zürcher Filmpreis für die beste Hauptdarstellerin mit Ophélia Kolb in der Hauptrolle, sowie den Preis der Ökumenischen Jury beim Zurich Film Festival. Für ihre frühen Arbeiten erhielt sie unter anderem den Princess Grace Foundation Award, einen ITVS Grand Jury Prize sowie zwei Nominierungen der International Documentary Association.

Stil und Themen

Gordons Filme verbinden Elemente des Dokumentarfilms mit narrativen Formen. Im Zentrum stehen häufig Figuren, die gesellschaftlichen Erwartungen nicht entsprechen und versuchen, individuelle Freiheit innerhalb sozialer Strukturen zu behaupten. In Les courageux untersucht Gordon insbesondere die Fragilität individueller Freiheit und die gesellschaftlichen Erwartungen an Mutterschaft. Der Film stellt bewusst stereotypen Darstellungen von Familien und „idealer“ Elternschaft komplexere und widersprüchliche Figuren entgegen. Gordons filmische Arbeit bewegt sich zwischen dokumentarischen und fiktionalen Formen. Ihre Filme zeichnen sich durch eine beobachtende Bildsprache und eine starke Konzentration auf Figuren aus, die sich mit gesellschaftlichen Erwartungen und sozialen Normen auseinandersetzen. Mit ihrem ersten Langspielfilm The Courageous (Les courageux, 2024) wandte sie sich dem fiktionalen Kino zu. Der Film erzählt die Geschichte einer alleinerziehenden Mutter, die trotz finanzieller Unsicherheit versucht, ihren drei Kindern ein stabiles Leben zu ermöglichen. Der Film wurde von der Schweizer Produktionsfirma Maximage produziert und entstand in Koproduktion mit RTS / SRG SSR. Gedreht wurde im Unterwallis.

Kurzfilme und Dokumentarfilme (Auswahl)

Spielfilm

Auszeichnungen (Les courageux)

Quellen

  1. ↑ Reed College. Abgerufen am 8. März 2026.
  2. ↑ MFA in Documentary Film at Stanford University. 9. Februar 2026, abgerufen am 8. März 2026 (englisch).
  3. ↑ TorinoFilmLab | Jasmin Gordon. Abgerufen am 8. März 2026.
  4. ↑ The Courageous. Abgerufen am 8. März 2026 (englisch).
  5. ↑ And the winner 2024 is... In: Filmpreis der Zürcher Kirchen. Abgerufen am 8. März 2026 (Schweizer Hochdeutsch).
  6. ↑ Sales - The Courageous. Abgerufen am 8. März 2026 (amerikanisches Englisch).
  7. ↑ Jasmin Gordon. Abgerufen am 8. März 2026.
  8. ↑ Critique : Les Courageux. 12. September 2024, abgerufen am 8. März 2026 (französisch).
  9. ↑ Outside the Box: Les Courageux, un film de Jasmin Gordon - Bande annonce. 24. September 2024, abgerufen am 8. März 2026.
  10. ↑ «Les courageux»: Die Geschichte einer Frau, die schummelt und ihre Kinder belügt – und doch keine schlechte Mutter ist. 8. März 2025, abgerufen am 8. März 2026.
Personendaten
NAME Gordon, Jasmin
KURZBESCHREIBUNG Schweizer Drehbuchautorin, Dramaturgin und Filmregisseurin
GEBURTSDATUM 1978
GEBURTSORT Los Angeles