Jean-Marie Simonis (* 22. November 1931 in Mol) ist ein belgischer Komponist und Hochschullehrer.
Nach seiner Schulausbildung trat Jean-Marie Simonis in das Königliche Konservatorium Brüssel ein. Bereits früh gewann er mehrere Auszeichnungen in theoretischen Fächern (Harmonielehre, Kontrapunkt, Fuge) sowie den Gevaert-Preis. Er studierte Komposition bei André Souris und Marcel Quinet sowie Orchesterdirigieren bei René Defossez. Für seine Werke erhielt er den nach französischem Vorbild ausgeschriebenen belgischen Prix de Rome (1961) sowie zahlreiche weitere Kompositionspreise. 1989 erhielt er den Preis der SABAM für sein Gesamtwerk. Im Rahmen des Concours Reine Elisabeth wurden 1975 und 1978 die Klavierwerke Évocations beziehungsweise Notturno als Pflichtstücke für die zweite Runde ausgewählt. Sein Werk Cantilène für Violine und Orchester wurde 1985 als Pflichtstück für das Finale gewählt. In späteren Jahren war er mehrfach in der Jury des Wettbewerbs tätig.
Von 1969 bis 1994 war Simonis Professor am Königlichen Konservatorium Brüssel. 1971–1975 unterrichtete er auch an der Musikakademie von Uccle/Ukkel und 1974–2004 Musiktheorie an der nach der belgischen Königin Elisabeth benannten „Chapelle musicale Reine Élisabeth“ (Königin-Elisabeth-Musikakademie). 1987 wurde er zum Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften, Literatur und Schönen Künste von Belgien gewählt, nachdem er bereits 1985 zum korrespondierenden Mitglied ernannt worden war. 1997 fungierte er als Direktor der Klasse für Schöne Künste. 2018 wurde er emeritiertes Mitglied.
2002 erhielt Jean-Marie Simonis die Ernennung zum Großoffizier des höchsten belgischen Verdienstordens, des Leopoldsordens.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Simonis, Jean-Marie |
| KURZBESCHREIBUNG | belgischer Komponist und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 22. November 1931 |
| GEBURTSORT | Mol |