Jean-Paul Picaper

Jean-Paul Picaper (2014)

Jean-Paul Picaper (* 1938 in Pau, Frankreich) ist ein französischer Politologe, Buchautor und Journalist.

Leben

Picaper entstammt einer Bauern- und Handwerkerfamilie aus den französischen Pyrenäen. Er studierte Germanistik, Skandinavistik und Politikwissenschaft in Bordeaux, im damaligen West-Berlin und in Paris. Danach leistete er Wehrdienst bei einer französischen Einheit in Berlin. Er promovierte in Straßburg und habilitierte sich in Berlin, wo er 1973 an der Freien Universität eine Assistenzprofessur für Politikwissenschaft übernahm.

Von 1976 bis 1977 war er Chefredakteur der deutsch-französischen Zeitschrift Documents in Straßburg. Zwischen 1977 und 2003 war er Deutschland-Korrespondent der Pariser Tageszeitung Le Figaro, zunächst in Bonn, ab 1999 in Berlin. Seitdem ist er Berlin-Korrespondent der französischen Zeitschriften Valeurs Actuelles und Politique Internationale. Von 2005 bis 2012 schrieb er regelmäßig für die Preußische Allgemeine Zeitung, meist über aktuelle Themen mit Bezug zu Frankreich. Er beteiligte sich rege an der Kontroverse über die politische Zuordnung der Preußischen Allgemeinen.

Picaper ist Autor einer Reihe von Büchern, insbesondere über deutsch-französische Geschichte und Politik, die auf Deutsch und Französisch publiziert wurden. Er schrieb unter anderem über Helmut Kohl, Angela Merkel und Nicolas Sarkozy und befasste sich mit dem Schicksal von Besatzungskindern („Enfants maudits“), die französische Frauen während des Zweiten Weltkrieges und danach von deutschen Soldaten bekamen. Sein Buch über das Unternehmen Walküre erschien mit einem Vorwort des damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler.

Schriften

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Jean-Paul Picaper (Memento des Originals vom 23. April 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. bei be.bra-Verlag.
  2. ↑ Jean-Paul Picaper stellt sein Buch „Berlin Stasi“ vor, Deutsches Generalkonsulat Bordeaux, 17. November 2009.
  3. ↑ Autorenprofil zu Jean-Paul Picaper (Memento vom 19. Dezember 2013 im Internet Archive) der Zeitschrift Cicero.
  4. ↑ Jean-Paul Picaper: Gehört die Preußische Allgemeine Zeitung zur „Neuen Rechten“ wie bei Wikipedia behauptet?, Preußische Allgemeine Zeitung, 12. Oktober 2011. Abgerufen am 6. Juli 2015.
  5. ↑ Michael Stürmer: „Die Kinder der Schande“ – Jean-Paul Picaper und Ludwig Norz über das Schicksal deutscher Besatzungskinder in Frankreich, Rezension, Deutschlandradio Kultur, 29. April 2005.
  6. ↑ Ariane Thomalla: Jean-Paul Picaper / Ludwig Norz: Die Kinder der Schande. Das tragische Schicksal deutscher Besatzungskinder in Frankreich, Rezension, Deutschlandfunk, 6. Juni 2005. Abgerufen am 11. Mai 2014.
Personendaten
NAME Picaper, Jean-Paul
KURZBESCHREIBUNG französischer Politologe, Buchautor und Journalist
GEBURTSDATUM 1938
GEBURTSORT Pau, Frankreich