
Jean-Paul Picaper (* 1938 in Pau, Frankreich) ist ein französischer Politologe, Buchautor und Journalist.
Picaper entstammt einer Bauern- und Handwerkerfamilie aus den französischen Pyrenäen. Er studierte Germanistik, Skandinavistik und Politikwissenschaft in Bordeaux, im damaligen West-Berlin und in Paris. Danach leistete er Wehrdienst bei einer französischen Einheit in Berlin. Er promovierte in Straßburg und habilitierte sich in Berlin, wo er 1973 an der Freien Universität eine Assistenzprofessur für Politikwissenschaft übernahm.
Von 1976 bis 1977 war er Chefredakteur der deutsch-französischen Zeitschrift Documents in Straßburg. Zwischen 1977 und 2003 war er Deutschland-Korrespondent der Pariser Tageszeitung Le Figaro, zunächst in Bonn, ab 1999 in Berlin. Seitdem ist er Berlin-Korrespondent der französischen Zeitschriften Valeurs Actuelles und Politique Internationale. Von 2005 bis 2012 schrieb er regelmäßig für die Preußische Allgemeine Zeitung, meist über aktuelle Themen mit Bezug zu Frankreich. Er beteiligte sich rege an der Kontroverse über die politische Zuordnung der Preußischen Allgemeinen.
Picaper ist Autor einer Reihe von Büchern, insbesondere über deutsch-französische Geschichte und Politik, die auf Deutsch und Französisch publiziert wurden. Er schrieb unter anderem über Helmut Kohl, Angela Merkel und Nicolas Sarkozy und befasste sich mit dem Schicksal von Besatzungskindern („Enfants maudits“), die französische Frauen während des Zweiten Weltkrieges und danach von deutschen Soldaten bekamen. Sein Buch über das Unternehmen Walküre erschien mit einem Vorwort des damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler.
| Personendaten | |
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| NAME | Picaper, Jean-Paul |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Politologe, Buchautor und Journalist |
| GEBURTSDATUM | 1938 |
| GEBURTSORT | Pau, Frankreich |