
Jean-Henri Focas (griechisch Ιωάννης Ε. Φωκάς, * 20. Juli 1909 in Korfu; † 3. Januar 1969 in Athen) war ein franko-griechischer Astronom.
Jean Focas gilt als einer der letzten großen visuellen Planetenbeobachter. Er erhielt seine Ausbildung am Nationalen Observatorium Athen und wandte sich dann allmählich den französischen Observatorien in Pic du Midi und in Meudon zu. Seit 1964 hat er sich in Frankreich niedergelassen. In Meudon baute er unter Bernard Ferdinand Lyot das Planetary Photographic Data Center der IAU auf. Focas ist für seine umfangreichen photometrischen, polarimetrischen und kartographischen Untersuchungen des Planeten Mars bekannt. Jean Focas verstarb am 3. Januar 1969 in Athen an einem Herzanfall, während er sich auf einer Urlaubsreise in seinem Heimatland aufhielt.
Im Jahre 1970 benannte die IAU den Mondkrater Focas offiziell nach Jean Focas. Es folgten 1973 die Benennung des Marskraters Focas und 1985 die Benennung der Rimae Focas auf dem Mond.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Focas, Jean |
| ALTERNATIVNAMEN | Focas, Ioannis |
| KURZBESCHREIBUNG | griechisch-französischer Astronom |
| GEBURTSDATUM | 20. Juli 1909 |
| GEBURTSORT | Korfu |
| STERBEDATUM | 3. Januar 1969 |
| STERBEORT | Athen |