Jean Malrieu

Jean Malrieu (* 29. August 1915 in Montauban; † 24. April 1976 ebenda) war ein französischer Dichter.

Leben

Jean Malrieu besuchte das Gymnasium in Montauban. Er war nach dem Kriegsdienst Volksschullehrer an seinem Heimatort, ab 1948 in Marseille. Dort gründete er 1950 mit Gérald Neveu (1921–1960) die Zeitschrift Action poétique, deren Motto war: „Das Ziel der Poesie muss die praktische Wahrheit sein“. Sie existierte bis 1956.

Zur Fortsetzung der 1925 von Jean Ballard (1893–1973) gegründeten (aber 1966 eingestellten) Zeitschrift Cahiers du Sud gründete er 1970 die Zeitschrift Sud. Revue littéraire trimestrielle.

Von 1945 bis 1956 war er Mitglied der Kommunistischen Partei Frankreichs, empfand sich selbst aber eher als „mystischen Kommunisten“.

Ab 1953 veröffentlichte Malrieu eigene Dichtung. Der erste Gedichtband Préface à l’amour wurde sofort mit dem Prix Guillaume Apollinaire ausgezeichnet. Pierre Dhainaut (* 1935) gab 2004 die gesammelten Gedichte vollständig heraus.

Inzwischen trägt ein Literaturpreis seinen Namen. In Marseille sind eine Straße und eine Schule nach ihm benannt.

Prix Jean Malrieu

Der Prix Jean Malrieu wurde 1983 von der Société marseillaise de crédit in enger Zusammenarbeit mit der Zeitschrift Sud ins Leben gerufen.

Werke (Auswahl)

Die wichtigsten Gedichtbände

Posthum erschienene Gedichtsammlungen

Weitere Werke

Herausgeberschaft

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 Jean Malrieu. Une vie noyée dans la lumière. Esprits Nomades, abgerufen am 5. Januar 2025 (französisch).
  2. 1 2 Jean-Pierre de Beaumarchais: Dictionnaire des littératures de langue française. Paris : Bordas, 1984, ISBN 978-2-04-015333-5 (archive.org [abgerufen am 5. Januar 2025]).
  3. ↑ Jean MALRIEU | Académie française. Abgerufen am 5. Januar 2025.
Personendaten
NAME Malrieu, Jean
KURZBESCHREIBUNG französischer Dichter
GEBURTSDATUM 29. August 1915
GEBURTSORT Montauban
STERBEDATUM 24. April 1976
STERBEORT Montauban