Jean Parmentier (* 1494 in Dieppe; † 3. Dezember 1529 in Sumatra Barat) war ein französischer Dichter und Seefahrer.
Jean Parmentier erlernte die Kartographie in Dieppe und wurde Seefahrer im Dienste von Jean Ango. In den 1520er Jahren erreichte er Brasilien, Guinea und Madagaskar. 1529 segelte er mit seinem Bruder Raoul Parmentier (* 1498) nach Sumatra. Sein Schiff hieß Pensée (Denken), das seines Bruders Sacre (Weihe). Es war die erste französische Expedition in den Fernen Osten. Beide Brüder starben vor dem Strand von Tiku bei Pandang an Skorbut. Die Schiffe kehrten unter neuem Kommando nach Dieppe zurück.
Jean Parmentier war ein begabter Dichter. Er beteiligte sich erfolgreich an Dichterwettbewerben in Dieppe und Rouen und schrieb auch im Auftrag des Hofes. 1528 übersetzte er De coniuratione Catilinae von Sallust. Auf der Seefahrt nach Sumatra machte er sein Abenteuer und die Erlebnisse in der endlosen Weite des Meeres zum Gegenstand einer Dichtung unter dem Titel „Die Wunder Gottes und die Würde des Menschen“ (Les merveilles de Dieu et la dignité de l’homme). Sein Freund Pierre Crignon (1464–1540) brachte den Text zurück nach Frankreich.
| Personendaten | |
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| NAME | Parmentier, Jean |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Dichter und Seefahrer |
| GEBURTSDATUM | 1494 |
| GEBURTSORT | Dieppe |
| STERBEDATUM | 3. Dezember 1529 |
| STERBEORT | Sumatra Barat |