Jeff Sutton

Jefferson „Jeff“ Howard Sutton (geboren am 25. Juli 1913 in Los Angeles, Kalifornien; gestorben am 31. Januar 1979 in La Mesa, Kalifornien) war ein amerikanischer Science-Fiction-Autor.

Leben

Sutton war der Sohn von Thomas Shelley Sutton und von Sarah Elizabeth, geborene King. Sein Vater war langjähriger Redakteur des Los Angeles Examiner, wo auch Sutton mit 14 Jahren als Bürohilfe zu arbeiten begann. Von 1932 bis 1936 diente er im US Marine Corps, danach arbeitete er bis 1940 als Fotoreporter für International News Photos. 1941 heiratete er Eugenia „Jean“ Geneva Hansen, mit der er zwei Kinder hatte. Im Zweiten Weltkrieg diente er erneut in den Streitkräften und wurde mit der 2nd Marine Division im Pazifikraum eingesetzt. Sein Roman The River (1966) verarbeitet seine Erlebnisse auf Guadalcanal.

Nach dem Krieg studierte er Psychologie am San Diego State College, wo er 1954 den Bachelor erwarb und 1956 mit dem Master abschloss. In den folgenden Jahren arbeitete Sutton als Entwicklungsingenieur im Bereich Ergonomie und technischer Redakteur für verschiedene Avionik-Firmen, darunter General Dynamics und Convair, von 1960 bis zu seinem Tod als freiberuflicher Berater und Autor.

Suttons erster Science-Fiction-Roman First on the Moon (1958, deutsch als Mondbesatzung funkt SOS) beschreibt einen Konflikt auf dem Mond zwischen amerikanischen und sowjetischen Astronauten, der zweite, Bombs in Orbit (1959, deutsch als Männer – Bomben – Satelliten) schildert einen analogen Konflikt im Erdorbit, nachdem die Sowjetunion dort nuklear bewaffnete Satelliten und eine Truppe zu deren Schutz installiert hat. Der dritte Roman Spacehive (1960, deutsch als Sprungbrett ins Weltall) kehrt die Situation um, indem eine amerikanische Installation im Orbit nun von sowjetischen Astronauten angegriffen wird. Die drei Bücher werden als einerseits technisch kompetent und handwerklich solide beschrieben, andererseits von klischeehafter Darstellung belastete konventionelle Produkte der Mentalität in der Zeit des Kalten Krieges.

Apollo at Go (1963, deutsch als Apollo auf Mondkurs) und der Nachfolger Beyond Apollo (1966) richteten sich an jugendliche Leser und behandelten in fiktiver Form das Apollo-Programm, die erste Mondlandung – wobei er das tatsächliche Datum 1969 nur um 9 Tage verfehlte – und die Fortsetzung des Programms, zu der es in der Wirklichkeit dann nicht mehr gekommen ist.

Zusammen mit seiner Frau Jean Sutton schrieb Sutton von 1966 bis 1971 sechs SF-Romane für Jugendliche, darunter The Beyond (1968, deutsch als Die Welt der Ausgestoßenen), in der ESP-Begabte auf einen Gefängnisplaneten verbannt werden, und Lord of the Stars (1969), eine Space Opera, in der ein jugendlicher Held gegen ein galaktisches Alien-Imperium kämpft.

1979 ist Sutton im Alter von 65 Jahren in seinem Heim in La Mesa verstorben. Sein Nachlass befindet sich im Archiv der San Diego State University.

Bibliografie

Romane
Kurzgeschichten

Literatur

Personendaten
NAME Sutton, Jeff
ALTERNATIVNAMEN Sutton, Jefferson Howard (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG amerikanischer Schriftsteller
GEBURTSDATUM 25. Juli 1913
GEBURTSORT Los Angeles, Kalifornien
STERBEDATUM 31. Januar 1979
STERBEORT La Mesa, Kalifornien