
Jeffrey Mark Donaldson (* 7. Dezember 1962 in Kilkeel, Vereinigtes Königreich) ist ein britischer Politiker aus Nordirland und verurteilter Sexualverbrecher. Er war ab 1997 Mitglied für den Wahlkreis Lagan Valley im House of Commons und war dort zwischen 2019 und 2024 Führer der Democratic Unionist Party (DUP). Zwischen 2021 und 2024 war er auch Parteivorsitzender der DUP.
Donaldson begann seine politische Karriere in der Ulster Unionist Party und wurde für sie im Jahr 1985 im Alter von 22 Jahren in die Northern Ireland Assembly gewählt. Während des Nordirlandkonflikts war er im Ulster Defence Regiment und gehörte auch dem Oranier-Orden an. Bei der Unterhauswahl 1997 wurde er für den Wahlkreis Lagan Valley ins House of Commons gewählt. Bei den Verhandlungen für das spätere Karfreitagsabkommen führte er eine Gruppe an, die die Friedensgespräche auf Grund der verhandelten Freilassung von republikanischen und unionistischen Gefangenen verließ. Daraufhin stand er in fortwährenden Auseinandersetzungen mit dem Parteivorsitzenden David Trimble. Im Jahr 2003 verließ er die Partei und schloss sich im Januar 2004 der Democratic Unionist Party an. Im Jahr 2007 wurde er in den Privy Council berufen. Im Jahr 2016 wurde er zum Knight bachelor ernannt. Nachdem Edwin Poots als Parteivorsitzender im Jahr 2021 zurückgetreten war, wurde er dessen Nachfolger. Er verblieb im britischen Parlament und verantwortete im Februar 2022 nach Streit um das Protokoll zu Nordirland das Verlassen der nordirischen Regierung. Nachdem die DUP bei der folgenden Wahl erstmals den Status der stärksten politischen Partei in Nordirland verloren hatte, blieb der Boykott bestehen. Bei dieser Wahl war er in die Nordirland-Versammlung gewählt worden, entschied sich angesichts des Verbots bestimmter Doppelmandate aber innerhalb der gesetzlichen Frist von acht Tagen, sein bei der Wahl gewonnenes Mandat zurückzugeben und stattdessen seinen Sitz im britischen Unterhaus zu behalten. Erst im Februar 2024 endete die Pattsituation in der Nordirland-Versammlung und Donaldson führte seine Partei zurück in die Regierung, überließ jedoch Emma Little-Pengelly die Rolle des Deputy First Ministers.
Am 29. März 2024 trat er nach einer Anklage wegen eines Vergewaltigungsvorwurfs von seinem Partei-Posten zurück. Jeffrey Donaldson und seine Frau Eleanor wurden beschuldigt, zwischen 1987 und 2008 in vier Fällen grobe Unzucht an Kindern, in 13 Fällen Körperverletzung und in einem Fall eine Vergewaltigung begangen zu haben. Beide erklärten sich für unschuldig. Das Gerichtsverfahren musste mehrfach verschoben werden, da Eleanor als nicht verhandlungsfähig galt. Aufgrund des Strafverfahrens verlor Donaldson seine Mitgliedschaft im Privy Council sowie seine Ritterwürde. Der Prozess begann am 26. Mai 2026. Eine Jury des Krongerichts Newry sprach ihn am 22. Juni 2026 in allen 18 Anklagepunkten unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Vergewaltigung für schuldig. Gegen seine Verurteilung legte Donaldson Berufung ein.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Donaldson, Jeffrey |
| ALTERNATIVNAMEN | Donaldson, Jeffrey Mark |
| KURZBESCHREIBUNG | nordirischer Politiker (DUP) |
| GEBURTSDATUM | 7. Dezember 1962 |
| GEBURTSORT | Kilkeel, Nordirland |