Jemendrossel

Jemendrossel

Jemendrossel (Turdus menachensis)

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Drosseln (Turdidae)
Unterfamilie: Turdinae
Gattung: Echte Drosseln (Turdus)
Art: Jemendrossel
Wissenschaftlicher Name
Turdus menachensis
Ogilvie-Grant, 1913
Verbreitungsgebiet der Jemendrossel

Die Jemendrossel (Turdus menachensis) ist ein Singvogel aus der Familie der Drosseln (Turdidae).

Der Vogel kommt auf der Arabischen Halbinsel in den Sarawat Bergen vor.

Der Lebensraum umfasst dicht mit Bäumen und Gebüsch bewachsene Flächen, bevorzugt Akazien und Wacholder, Olivenbäume, Wadis, große Gärten von 1200 bis 3100 m. ü. M.

Der Artzusatz bezieht sich auf Manācha im Jemen.

Merkmale

Der Vogel misst etwa 23 cm und wiegt zwischen 72 und 79 g. Das Männchen ist einfarbig olivbraun an der Oberseite, blasser und grauer an der Unterseite mit schmaler dunkelbrauner Strichelung über das gelbbraune bis graue Kinn, über die Kehle bis zur Brust reichend. Der Steiß ist bräunlich, der Schnabel und der Augenring sind gelb, die Beine fleischfarben. Das Weibchen ist etwas matter gefärbt, häufig mit dunklen Federkielen an den Flanken und der Unterseite, der Schnabel ist matter gelb. Jungvögel haben einen dunklen Schnabel und gelbbraune Federspitzen an den Flügeldecken.

Geografische Variation

Die Art ist monotypisch.

Stimme

Der Gesang wird als klingende Folge von hohe flötenden, auch metallischen Lauten und hohen dünnen Tönen beschrieben, meist in der Dämmerung wie „treep-treep“ von einem „tsik-tsik“ gefolgt. Der Ruf ist ein plötzliches „chck-chck“ oder „shee-ak“ wie bei der Ringdrossel (Turdus torquatus), sanfteres „chuk-chuk-chuk“ wie bei der Wacholderdrossel (Turdus pilaris) oder der Amsel (Turdus merula).

Lebensweise

Die Art ist ein Standvogel, Populationen aus den nördlichen Gebieten können kurze Wanderungen außerhalb der Brutzeit vornehmen.

Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Wirbellosen, auch Schnecken und Früchte, die am Erdboden unter dem Laub gesucht werden.

Die Brutzeit liegt zwischen März und August. Das Nest ist eine feste Schale aus trockenem Gras, schmalen Zweigen, Moos und dünnen Rindenstreifen in 1–4 m Höhe in einem Busch oder einer Astgabel, meist gut versteckt, auch an bewachsenen Wänden. Das Gelege besteht aus 1–3 blass blauen Eiern mit rötlich-braunen Flecken.

Gefährdungssituation

Die Jemendrossel gilt als potentiell gefährdet (Near Threatened) durch Habitatverlust wegen Holzfällungen und Überweidung.

Literatur

Commons: Jemendrossel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Jemendrossel (Turdus menachensis) bei Avibase; abgerufen am 20. Februar 2026.
  2. ↑ P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF
  3. 1 2 3 4 N. Collar und C. J. Sharpe: Yemen Thrush (Turdus menachensis), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Turdus menachensis
  4. ↑ IOC World Bird List 15.1 Thrushes
  5. ↑ AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025
  6. ↑ Turdus menachensis in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2022. Eingestellt von: BirdLife International, 2022. Abgerufen am 20. Februar 2026.