Jens Frehse (* 28. Oktober 1943 in Stettin) ist ein deutscher Mathematiker mit dem Arbeitsgebiet Partielle Differentialgleichungen.

Er studierte ab 1963 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und wurde dort 1968 bei Friedrich Stummel und Harro Heuser promoviert (Existenz und Konvergenz von Lösungen nichtlinearer elliptischer Differenzengleichungen und zugehöriger Variationsprobleme). Nach Assistenzzeit in Frankfurt und einem Jahr an der Universität Rom habilitierte er sich im Jahr 1970, verbrachte dann ein Jahr an der Universität Pisa und hatte eine Lehrstuhlvertretung in Heidelberg (1972/73) sowie eine Stelle als Visiting Associate Professor in Berkeley inne. 1973 wurde er Professor an der Universität Bonn. Er war dort bis 2010 Leiter der Abteilung für Angewandte Analysis am Institut für Angewandte Mathematik.
Frehses Forschungsschwerpunkte sind elliptische und parabolische Systeme, Variationsrechnung sowie Optimierung. Unter anderem untersuchte er als Erster Variationsungleichungen höherer Ordnung. Er ist Autor eines Lehrbuchs und von über 120 Publikationen. Zu seinen Koautoren zählen Josef Málek und Alain Bensoussan. Bei Frehse haben (bis zum Jahr 2009) 21 Mathematiker promoviert, unter ihnen Michael Struwe und Hans Georg Bock.
1991 erhielt Frehse den Gay-Lussac-Humboldt-Preis.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Frehse, Jens |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Mathematiker |
| GEBURTSDATUM | 28. Oktober 1943 |
| GEBURTSORT | Stettin |