Jens Kruuse (* 6. April 1908 in Odense; † 12. Mai 1978 in Århus) war ein dänischer Philologe, Literaturwissenschaftler und -kritiker.
Jens Kruuse studierte von 1926 bis 1931 allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Kopenhagen und legte dort seine Magisterprüfung ab. Anschließend begann er seine Arbeit an der Dissertation, hierfür unternahm er Studien- und Forschungsreisen nach London, Cambridge (1927/28) und Paris (1934). Seine Promotion erfolgte 1934 an der Universität Kopenhagen. Bis 1938 arbeitete er als Lektor für dänische Sprache an der Universität Paris. Von 1939 bis 1942 hatte er eine Dozentenstelle an der Universität Aarhus für Literaturwissenschaft inne. Während der deutschen Besetzung Dänemarks engagierte sich Kruuse im dänischen Widerstand. Bis 1949 unterrichtete er an der Heimvolkshochschule Askov. Anschließend arbeitete er bis 1971 als Kulturredakteur bei der Zeitung Jyllands-Posten. Bis 1974 war er wiederum Dozent an der Universität Aarhus und zwar für das Gebiet Dramaturgie. Er gab (meist in dänischer Sprache) Schriften zur dänischen Literaturgeschichte sowie eigene belletristische Werke heraus. Hervorzuheben ist besonders sein Buch über das von der deutschen Wehrmacht in Frankreich angerichtete Massaker von Oradour (1944), das 1969 auch in deutscher Übersetzung erschien.
Festschrift
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kruuse, Jens |
| KURZBESCHREIBUNG | dänischer Philologe, Literaturwissenschaftler und -kritiker |
| GEBURTSDATUM | 6. April 1908 |
| GEBURTSORT | Odense |
| STERBEDATUM | 12. Mai 1978 |
| STERBEORT | Århus |