Joachim Garbe

Joachim Garbe (* 26. August 1921 in Chemnitz; † 26. März 1999 in Fürstenfeldbruck) war ein deutscher Generalarzt der Luftwaffe der Bundeswehr.

Leben

Garbe, Sohn eines Justizinspektors, trat am 1. April 1941 als Sanitätsoffizier-Anwärter bei der Luftwaffen-Sanitäts-Ausbildungs-Abteilung 8 in Schweidnitz in die Luftwaffe der Wehrmacht ein. In dem Verband diente er bis Oktober 1941. Von November 1941 bis Juli 1944 studierte er als Angehöriger der Militärärztlichen Akademie der Luftwaffe Humanmedizin an der Universitäten in Berlin, Würzburg und Prag. Im April 1942 wurde er Gefreiter, im November 1942 Unteroffizier, im Oktober 1943 Sanitäts-Fähnrich und im Februar 1944 Sanitäts-Oberfähnrich. Er war von August bis Oktober 1944 Hilfsarzt im Fallschirmjäger-Regiment 3 in Italien, nach schwerer Verwundung durch einen Hals-Steckschuss vom Oktober 1944 bis März 1945 im Lazarett und von März bis Mai 1945 erneut Hilfsarzt im Fallschirmjäger-Regiment 3 in Italien. Von Mai 1945 bis Juli 1946 war er in Kriegsgefangenschaft.

Von Juli 1946 bis August 1947 war Garbe landwirtschaftlicher Arbeiter, von August 1947 bis Januar 1948 arbeitslos und von Januar 1948 bis April 1949 Hilfsarbeiter in Wasserburg am Inn. Von April 1948 bis Dezember 1950 setzte er sein Medizinstudium an der Universität München vor. Am 8. Dezember 1950 erfolgte die Approbation zum Arzt und am 4. November 1954 die Promotion zum Doktor der Medizin, während er von Januar 1951 bis April 1956 Assistenzarzt an den Krankenhäusern in Rott am Inn und Wasserburg am Inn war.

Am 2. Mai 1956 trat Garbe als Stabsarzt in die Bundeswehr ein und war zunächst bis September 1956 Untersuchungsarzt in der Annahmeorganisation in Köln und München. Von Oktober 1956 bis April 1959 war er Leiter des Sanitätsbereichs und später Staffelchef in Landsberg am Lech, wo er im August 1958 Oberstabsarzt wurde, und von Mai 1959 bis Juni 1964 Fliegerarzt an der Flugzeugführerschule „A“ in Landsberg am Lech. Von Juli 1964 bis September 1972 baute er die Lehrgruppe für die fliegerärztliche Spezialausbildung in Fürstenfeldbruck auf und leitete diese, wo er im Oktober 1966 Oberfeldarzt sowie im Oktober 1971 Oberstarzt wurde, und war von Oktober 1972 bis September 1977 Leiter der Ausbildungsabteilung des Flugmedizinischen Instituts der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck.

Im Oktober 1977 wurde Garbe Leiter des Flugmedizinischen Instituts der Luftwaffe und zum Generalarzt ernannt. Am 19. Juni 1978 wurde er Facharzt für Flugmedizin und erwarb am 4. März 1980 die Zusatzbezeichnung Flugmedizin. Mit Ablauf des September 1981 wurde er in den Ruhestand versetzt.

Garbe war verheiratet und hatte vier Kinder.

Auszeichnungen

Siehe auch

Schriften

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 6 Bradley et al. 2000 a. a. O.
  2. 1 2 3 4 5 6 Range 2013 a. a. O.
  3. ↑ Reinhard Teuber: Die Bundeswehr 1955–1995 (= Kurt Mehner und Reinhard Teuber [Hrsg.]: Schriftenreihe Führung und Truppe. Band 5). Militair-Verlag Klaus D. Patzwall, Norderstedt 1996, ISBN 978-3-931533-03-8, S. 88.
  4. ↑ Clemens Range: Die geduldete Armee: 50 Jahre Bundeswehr. Translimes Media, Berlin 2005, ISBN 978-3-00-015382-2, S. 273.
Personendaten
NAME Garbe, Joachim
KURZBESCHREIBUNG deutscher Generalarzt der Luftwaffe der Bundeswehr
GEBURTSDATUM 26. August 1921
GEBURTSORT Chemnitz
STERBEDATUM 26. März 1999
STERBEORT Fürstenfeldbruck