Eduard Job Wilhelm Zimmermann (* 27. März 1894 in Berlin; † 1968 in München) war ein deutscher Journalist und NS-Propagandist.
Zimmermann legte das Abitur an der Friedrichswerderschen Oberrealschule in Berlin ab und studierte anschließend Volkswirtschaftslehre und Germanistik. Von 1914 bis 1918 leistete er Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg bei der Fliegertruppe, zuletzt als Leutnant der Reserve.
Danach absolvierte Zimmermann von 1918 bis 1919 eine journalistische Ausbildung bei der Täglichen Rundschau und bei der Deutschen Zeitung. Anschließend wurde er Hauptschriftleiter des Deutschen Abendblatts, einer vom völkisch-nationalistischen Politiker Reinhold Wulle herausgegebenen Zeitung. Zudem war er als Redakteur für den Berliner Lokal-Anzeiger tätig, für den er unter anderem vom Hitlerputsch 1923 berichtete. Er trat später auch der Deutschvölkischen Freiheitspartei, deren Vorsitzender Wulle war, bei. Ab 1930 schrieb er für die nationalsozialistische Parteizeitung Der Angriff.
Schließlich trat Zimmermann im November 1932 in die Redaktion des Völkischen Beobachters ein, wo er zunächst die Leitung des Kulturressorts übernahm. Zum 1. Februar 1933 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 1.479.865). Im Juli 1933 wurde er auch Mitglied der SA, zuletzt ab 1942 als SA-Obersturmbannführer. 1935 und 1936 war er Sonderberichterstatter des Völkischen Beobachters während des Abessinienkriegs in Addis Abeba. Ab 1937 war er Chef vom Dienst der Zeitung. Darüber hinaus war er Vorsitzender des Reichsausschusses der Kunstschriftleiter im Reichsverband der Deutschen Presse.
Von Januar 1940 bis Oktober 1941 leistete Zimmermann Kriegsdienst bei einer Propagandakompanie der Wehrmacht in Dänemark und an der Westfront, zuletzt als Hauptmann der Reserve. Ab Juli 1941 war er stellvertretender Leiter der Presseabteilung sowie Stellvertreter des Pressechefs Carl Cranz im Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete. Im November 1941 übernahm Zimmermann zusätzlich die Geschäftsführung der Zentralfilmgesellschaft Ost. 1943 wurde er zum Ministerialdirigenten ernannt und als Nachfolger von Cranz zum Leiter der Presseabteilung und damit zum Pressechef des Reichsministeriums für die besetzten Ostgebiete befördert.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Zimmermann im Juli 1945 von US-amerikanischen Soldaten festgenommen und wurde bis März 1947 im Lager Ludwigsburg interniert. Ab 1954 war er Vorstandsmitglied bei der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Bayern; dafür wurde ihm der Bayerische Verdienstorden verliehen.
Zimmermann war mit Brigitte geborene von Stein-Liebenstein zu Barchfeld (* 1900) verheiratet, einer Schwester des Generalmajors Ferdinand-Wilhelm von Stein-Liebenstein zu Barchfeld. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Job Zimmermann starb im Jahr 1968 in München.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Zimmermann, Job |
| ALTERNATIVNAMEN | Zimmermann, Eduard Job Wilhelm (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Journalist und NS-Propagandist |
| GEBURTSDATUM | 27. März 1894 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 1968 |
| STERBEORT | München |