Jochen Sander (* 15. Juni 1958) ist ein deutscher Kunsthistoriker.
Jochen Sander studierte Kunstgeschichte, Christliche Archäologie und Geschichte an den Universitäten Bonn, Wien und Bochum. Nach seiner Promotion 1987 an der Universität Bochum mit einer Dissertation zu „Stilentwicklung und Chronologie der Werke des Hugo van der Goes“ begann er 1988 seine berufliche Laufbahn als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Städel Museum in Frankfurt am Main. 2003 habilitierte er sich in Mittlerer und Neuerer Kunstgeschichte an der Universität Freiburg mit einer Arbeit über „Hans Holbein als Tafelmaler in Basel, 1515–1532“. Seit 2007 ist er stellvertretender Direktor des Städel Museums sowie Sammlungsleiter der deutschen, holländischen und flämischen Malerei vor 1800. 2008 wurde er zudem auf die neu eingerichtete Städel-Kooperationsprofessur am Kunstgeschichtlichen Institut der Universität Frankfurt berufen.
Jochen Sander hat zahlreiche Publikationen zur niederländischen, deutschen und italienischen Malerei des Mittelalters, der frühen Neuzeit und des Barock verfasst, wobei ein besonderer Schwerpunkt seiner Forschungen auf der Anwendung aktueller gemäldetechnologischer Untersuchungsmethoden (u. a. Infrarot-Reflektografie, Röntgenfluoreszenz) auf kunsthistorische Fragestellungen liegt. Darüber hinaus ist er als Kurator von zahlreichen internationalen Sonderausstellungen im Städel Museum hervorgetreten.
| Personendaten | |
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| NAME | Sander, Jochen |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Kurator |
| GEBURTSDATUM | 15. Juni 1958 |