Jochen Tiffe-Schultz (* 12. März 1971 in Köln) ist ein ehemaliger deutscher Radrennfahrer, ehemaliger Lokalpolitiker und Berater der rechtsextremen Kleinstpartei PRO KÖLN. Einer breiten Öffentlichkeit wurde er 2017 durch die RTL II Sendung Armes Deutschland bekannt.
Anfange der 90er trat Tiffe dem Polizeisportverein Köln bei und fuhr ab 1991 für das Team OWL-Cordes. 1992 war er mit seinem Team auf der Eurobike vertreten. 1993 war er Teil des deutschen Nationalteams der 46. Internationalen Friedensfahrt. Im selben Jahr gewann er die „Inselrundfahrt“. 1994 nahm er an der Tour de Suisse teil, schied aber frühzeitig aus. Vorab verweigerte der deutsche Radfahrerverband Tiffe die Lizenz und er erstritt sich diese vor Gericht.
Er fuhr 1994 für das Team Varta–ELK Haus, 1995 für Champ, so wie Zetelhallen - Ysco und 1996 Multipower-Champ-Haleko. 1997 beendete ein Autounfall in Kapstadt seine Karriere.
Von 2010 bis 2015 betrieb Tiffe den Radiosender Sport FM International. 2014 schloss er sich dem Umfeld der verschwörungstheoretischen Mahnwachen für den Frieden an, war Interviewpartner bei verschiedenen Blogs und verbreitete Verschwörungstheorien u. a. über Menschenhandel durch deutsche Politiker und angeblicher „DDR-Methoden“ sowie „Arier-Tests“ in seiner Schulzeit.
Tiffe nahm 2017 an der Sendung "Armes Deutschland - Stempeln oder abackern?" teil, in der er sagt, er habe keine Lust zu arbeiten. Die Ausstrahlung verhalf ihm auf Social Media zu einer gewissen Bekanntheit. Stand Oktober 2026 hat einer seiner TikTok-Kanäle über 100.000 Abonnenten. In der einhundertsten Folge der Sendung Ohne Filter - So sieht mein Leben aus zeigte Tiffe 2020 erneut sein Leben.
2018 nahm er am Course de la Paix Museumsrennen zum 70. Geburtstag des Events teil.
2014 wurde Tiffe für die, als verfassungsfeindlich eingestufte, rechtsextreme Kleinstpartei PRO KÖLN als Kandidat aufgestellt. Des Weiteren war er als Berater für die Partei aktiv. 2015 kandidierte er als Einzelbewerber für die Kandidatur des Kölner Bürgermeisters, scheiterte aber an den nötigen Unterschriften. In Königs Wusterhausen versuchte er 2017 Bürgermeister zu werden, wurde aber wegen einer Wählbarkeitsbescheinigung und fehlenden Unterschriften nicht zugelassen. 2019 sympathisierte er in einem veröffentlichten Video mit der NPD.
Tiffe war verheiratet und hatte Kinder, die laut eigener Aussage, bei einem „Attentat“ am 26. November 2003 in Kapstadt ums Leben gekommen sind. Die Schuld gab er deutschen Politikern rund um die Visa-Affäre.
| Personendaten | |
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| NAME | Tiffe-Schultz, Jochen |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Radrennfahrer und Lokalpolitiker |
| GEBURTSDATUM | 12. März 1971 |
| GEBURTSORT | Köln |