Joe Dodge

Joseph „Joe“ George Dodge (* 9. Februar 1922 in Monroe, Wisconsin; † 18. August 2004 in Lake Elsinore, Kalifornien) war ein amerikanischer Jazz-Schlagzeuger.

Joe Dodge wuchs an der Westküste der Vereinigten Staaten auf und lernte Schlagzeug bei einem Orchestermusiker. Er orientierte sich zunächst stilistisch an den Bebop Schlagzeugern Max Roach und Art Blakey, entschied sich aber für ein weicheres Klangbild, das er in der Rhythmusgruppe bei dem Altsaxophonisten Paul Desmond einsetzte, mit dem er 1947 ein Ensemble bildete, dem auch der Pianist Dave Brubeck angehörte. Dodge spielte auch 1948/49 in Nick Espositos Tourneeband und war von 1953 bis 1956 mit Dave Brubeck auf Tournee, u. a. auch beim Newport Jazz Festival (Dave Brubeck and Jay & Kai at Newport, 1956). 1954 wirkte er an Desmonds Fantasy-Album Paul Desmond Quintet with The Bill Bates Singers und 1956 an Paul Desmond Quartet featuring Don Elliott mit.

Mit dem Brubeck-Quartett war Dodge mit Desmond und den Bassisten Ron Crotty bzw. Bob Bates an den frühen „klassischen“ Fantasy- und Columbia-Alben der Band beteiligt, wie Jazz at the College of the Pacific, Dave Brubeck at Storyville: 1954, Jazz Goes to College, Brubeck Time und Jazz: Red Hot and Cool. Nach seiner Tätigkeit bei Brubeck zog sich Dodge aus der Musikszene zurück.

Er hielt bis zu dessen Tod 1977 Kontakt zu Paul Desmond und spielte noch einmal 1992 zur Feier von Brubecks 50. Hochzeitstag im Claremont Hotel in Oakland zusammen mit vielen ehemaligen Kollegen des Pianisten, darunter Bill Smith, Ron Crotty, Wyatt „Bull“ Ruther, Gene Wright, Norman Bates, Jack Six, Lloyd Davis, Randy Jones und Gerry Mulligan.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ 18. August Birthdays auf Big Bands Database Plus - calendar
Personendaten
NAME Dodge, Joe
ALTERNATIVNAMEN Dodge, Joseph George (wirklicher Name)
KURZBESCHREIBUNG amerikanischer Jazzschlagzeuger
GEBURTSDATUM 9. Februar 1922
GEBURTSORT Monroe, Wisconsin
STERBEDATUM 18. August 2004
STERBEORT Lake Elsinore, Kalifornien