
Johann Conrad Redlich (* 8. Januar 1622 in Frankfurt am Main; † 5. Juli 1664 in Frankfurt-Sachsenhausen) war ein deutscher Schul- und Rechenmeister.
Redlichs Eltern waren der Frankfurter Bürger, Spezereihändler und Küchenmeister Werner Redlich (auch: Rölig) und dessen Ehefrau Anna Maria geb. Strohecker. Über Redlichs Ausbildung ist nichts bekannt. Am 30. April 1642 schwor er in Frankfurt am Main den Bürgereid. Am 25. August 1642 genehmigte ihm der Rat auf seine wiederholte Bitte die Einrichtung einer deutschen Schule. 1652 erhielt er offenbar auch den Schuldienst in Frankfurt-Sachsenhausen.
Redlich schrieb, soweit in den einschlägigen Bibliothekskatalogen feststellbar, keines der üblichen frühneuzeitlichen Rechenbücher, verfasste jedoch 1656 ein mathematikhistorisch interessanteres Werk, nämlich seine Aufflösung Etlicher schöner Polygonalischer, wie auch Quadrat vnd Cubicossischer Exempla. Diese Schrift enthält zeitgenössische Lösungen von zwölf anspruchsvollen Aufgaben mit Bezug zu Vielecken, quadratischen und kubischen Gleichungen:
Am 18. April 1642 heiratete Redlich die Frankfurter Bürgerstochter Anna Margaretha geb. Auel. Der Sohn Johann Anton (1645–1715) wurde wie sein Vater deutscher Schul- und Rechenmeister.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Redlich, Johann Conrad |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Rechenmeister |
| GEBURTSDATUM | 8. Januar 1622 |
| GEBURTSORT | Frankfurt am Main |
| STERBEDATUM | 5. Juli 1664 |
| STERBEORT | Frankfurt-Sachsenhausen |