Johann Froitzheim (* 2. Mai 1847 in Nürnberg; † 12. August 1909 in Straßburg) war ein deutscher Lehrer und Goetheforscher.
Froitzheim studierte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Klassische Philologie und Alte Geschichte. 1868 wurde er Mitglied der Landsmannschaft Teutonia Bonn, die 1875 zum Corps wurde. 1873 wurde er zum Dr. phil. promoviert. Er wurde Lehrer am Realprogymnasium in Bischweiler, später Oberlehrer an der Neuen Realschule in Straßburg. Im Elsass stieß er auf Quellenmaterial zur deutschen Literatur des Sturm und Drang, das er in zahlreichen Artikeln und mehreren Büchern verarbeitete. Anstoß erregte er mit der Behauptung, Beweise für die Existenz eines unehelichen Kindes aus der Liebesbeziehung zwischen Johann Wolfgang von Goethe und Friederike Brion gefunden zu haben. Diese Demontage des zeitgenössischen Friederiken-Kults sorgte im wilhelminischen Deutschland für Empörung und wurde von Vertretern der akademischen Germanistik wie Erich Schmidt und Woldemar von Biedermann heftig attackiert.
Sein Sohn Otto Froitzheim wurde als Tennisspieler weltbekannt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Froitzheim, Johann |
| ALTERNATIVNAMEN | Froitzheim, Johannes; Froitzheim, Ioannes |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Lehrer und Goetheforscher |
| GEBURTSDATUM | 2. Mai 1847 |
| GEBURTSORT | Nürnberg |
| STERBEDATUM | 12. August 1909 |
| STERBEORT | Straßburg |