Johann Georg Helm

Johann Georg Friedrich Rudolf Helm (* 17. Februar 1931 in Hanau; † 17. Mai 2000 in Königstein im Taunus) war ein deutscher Rechtswissenschaftler. Von 1968 bis 1996 lehrte er als ordentlicher Professor für Privat- und Wirtschaftsrecht an der Universität Erlangen-Nürnberg.

Leben und Wirken

Johann Georg Helm, Sohn von Annie Helm, geborener Kipper, und des Kinderarztes Otto Helm, entstammte einer bürgerlichen Familie; sein Großvater Karl Helm war Lehrstuhlinhaber für Altgermanistik in Marburg.

Nach Schulbesuchen in Hanau und Abitur in Alsfeld studierte Helm ab 1949 zunächst in Marburg und 1950 mit Wechsel nach Frankfurt Rechtswissenschaften, geprägt durch seinen Großvater mit Interesse an Geschichte und Kulturgeschichte. In Frankfurt wurde sein prägender akademischer Lehrer Wolfgang Preiser. Im Jahr 1954 erfolgte in Frankfurt die Ablegung des ersten juristischen Staatsexamens als Bester und im Anschluss bis 1958 der „juristische Vorbereitungsdienst“ in Frankfurt, Hanau und Kassel. In dieser Zeit bereitete er seine Promotion vor, in der ihn Preisler als Doktorvater begleitete. Die Große juristische Staatsprüfung erfolgte 1958, seine Promotion zum Dr. jur. im Jahr 1957 in Frankfurt mit Hans-Jürgen Schlochauer als Zweitgutachter und einer ausgezeichneten Bewertung. Die Dissertationsarbeit zum Völkerrecht hat das Thema Die Rechtsstellung der Zivilbevölkerung im Krieg in ihrer geschichtlichen Entwicklung und wurde summa cum laude bewertet. Die Habilitation erfolgte 1965 für die Fächer Bürgerliches Recht und Handelsrecht mit einer Arbeit zur Haftung für Schäden an Frachtgütern, Studien zur Schadensersatzpflicht aus Frachtgeschäften und zur Konkurrenz vertraglicher und außervertraglicher Ersatzansprüche (veröffentlicht 1966).

Helm entschied sich trotz Angeboten aus der Privatwirtschaft in Hinblick auf das Vorbild des Großvaters für eine akademische Laufbahn mit der Spezialisierung und Schwerpunkt auf das Internationale- und Transportrecht, in dem sein Wirken national und international Anerkennung und Beachtung fand.

In Frankfurt schloss sich von 1965 bis 1967 eine Tätigkeit als beamteter Dozent an mit Lehrstuhlvertretungen in Tübingen, Marburg, Freiburg/i. Br. und in Berlin. Dem 1967 erfolgte Ruf auf den Lehrstuhl für Privat- und Wirtschaftsrecht der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg folgte er und wurde mit dem 2. Januar 1968 zum ordentlichen Professor und zum Leiter des Seminars für Wirtschaftsrecht ernannt. In Nürnberg/Erlangen lehrte der in Nürnberg lebende Helm bis zu seiner Emeritierung 1996.

Johann Georg Helm war evangelisch, ab 1960 verheiratet mit Gertrud Helm, geborener Bender, und hatte drei Kinder.

Schriften (Auswahl)

Literatur

Personendaten
NAME Helm, Johann Georg
ALTERNATIVNAMEN Helm, Johann Georg Friedrich Rudolf
KURZBESCHREIBUNG deutscher Rechtswissenschaftler
GEBURTSDATUM 17. Februar 1931
GEBURTSORT Hanau
STERBEDATUM 17. Mai 2000
STERBEORT Königstein im Taunus