Johann Hake (* 1499; † 17. Januar 1579) war Kanzler der Grafen von Hoya in Nienburg/Weser.
Hakes Herkunft ist unbekannt. Angeblich stammte die Familie aus Holland, nach jüngeren Forschungen wurde sie eine Nienburger Burgmannenfamilie. Als Vater wird in der Familienbibel des von ihm abstammenden Bispinger Pastors Johann Michael Pflug Robert Hacken, Barbier und Hofchirurgus der Grafen von Hoya, genannt. Um 1530 wurde Johann Hake von Graf Jobst II. zum Kanzler der Grafschaft berufen. In seiner 49-jährigen Amtszeit erwarb er sich besondere Verdienste um die Ordnung der Finanzen und die Durchführung der Reformation, die bereits 1525 mit der Berufung von Adrian Buxschott nach Nienburg eingeleitet worden war. Hake wurde 1533 dem Visitor und Superintendenten Pfarrer Johannes Hefentreger beigeordnet, für Waldeck. Er stand seinem Landesherrn bei der Verwaltung des Ländchens treu zur Seite.
Er starb 1579 und wurde in der südlichen Sakristei der Martinskirche an der Seite seiner Frau Anna Garbroick († 1560) beigesetzt. Ein Epitaph befindet sich im südlichen Seitenschiff der St.-Martins-Kirche in Nienburg. Überliefert sind Lehnbriefe für die Familie des Johann Hake.
Der Nachfahre Heinrich Hake, verstorben 1671, wurde geadelt. Bekanntester Vertreter dieser briefadeligen Familie von Hake wwar dann uckermärkische Landschafts-Direktor Carl Ludwig von Hake, zeitweise Landrat im Stolpirischer Kreis. Dieser besaß in Nordbrandenburg die Güter Schenkenberg und Baumgarten. Die Familie führte ein Wappen, welches sich sehr von denen des Uradels abgrenzte. Das Nienburger Erbe bekamen über Lehensrechte die Freiherren von Hake.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hake, Johann |
| KURZBESCHREIBUNG | Kanzler der Grafen von Hoya in Nienburg/Weser |
| GEBURTSDATUM | 1499 |
| STERBEDATUM | 17. Januar 1579 |