
John Fisher Preston Jr. (* 5. November 1872 in Baltimore, Maryland; † 1. Juli 1960 in San Antonio, Bexar County, Texas) war ein Generalmajor der United States Army. Er war unter anderem als Inspector General of the United States Army Generalinspekteur des US-Heeres.
Er war ein Sohn von John Fisher Preston Sr. (1841–1900) und dessen Frau Eliza Pue Thomas (1848–1924). Sein Großvater war Jacob Alexander Preston (1796–1868), der von 1843 bis 1845 den Bundesstaat Maryland im US-Repräsentantenhaus vertrat. Der jüngere Preston besuchte die öffentlichen Schulen seiner Heimat einschließlich des Baltimore City Colleges.
In den Jahren 1890 bis 1894 durchlief er die United States Military Academy in West Point. Nach seiner Graduation wurde er als Leutnant der Infanterie zugeteilt. In der Armee durchlief er anschließend alle Offiziersränge vom Leutnant bis zum Zwei-Sterne-General.
Im Lauf seiner militärischen Karriere absolvierte Preston verschiedene Kurse und Schulungen. Dazu gehörten unter anderem der Field Officer's Course, das Command and General Staff College und das United States Army War College.
Er diente zunächst im 16. Infanterieregiment und wurde wenig später zum 7. Infanterieregiment versetzt. Dabei war er in Fort Douglas in Utah bzw. in Fort Spokane im Bundesstaat Washington stationiert. Im Sommer 1898 nahm er mit dem 7. Infanterieregiment am Spanisch-Amerikanischen Krieg teil. Dabei war er an der Schlacht von San Juan Hill (Battle of San Juan Hill) und der Belagerung von Santiago (Kuba) beteiligt. Für seine Verdienste in diesem Krieg wurde er mit dem Orden Silver Star ausgezeichnet.
Nach einer zwischenzeitlichen Versetzung zum Fort Crook in Nebraska aus dem die Offutt Air Force Base hervorging, wurde Preston im Juni 1899 auf die Philippinen versetzt. Dort nahm er an den Kämpfen im Rahmen des Philippinisch-Amerikanischen Kriegs teil. In der Folge verblieb er dort zunächst bis zum Jahr 1902. Danach war er an verschiedenen Standorten innerhalb der Vereinigten Staaten stationiert, wozu unter anderem Fort Sam Houston in Texas, Fort Riley in Kansas und Fort Sill im Oklahoma-Territorium gehörten. Von 1907 bis 1909 wurde er erneut auf die Philippinen beordert, wo er unter anderem als Militärrichter fungierte.
Nach seiner Rückkehr war er wieder an verschiedenen Standorten in den USA stationiert, zwischen 1914 und 1917 mit dem 7. Infanterieregiment an der mexikanischen Grenze. Nach dem amerikanischen Eintritt in den Ersten Weltkrieg war er unter anderem mit der Aufstellung des 303. Infanterieregiments betraut. Anschließend erhielt er das Kommando über diese Einheit. Im Juli 1918 wurde er nach Frankreich versetzt, wo er in den Monaten Oktober und November 1918 die 125. Infanteriebrigade kommandierte. In der Folge übernahm er das Kommando über das 327. Infanterieregiment, das er bis zum Mai 1919 innehatte.
In den 1920er Jahren absolvierte er das Command and General Staff College und das United States Army War College. Im weiteren Verlauf leitete er die Abteilung für Operationen (G3) im damaligen 8. Korpsbezirk (8th Corps Area). Anschließend war er bis zum Oktober 1926 deren Stabschef. Danach wurde er zum 1. Infanterieregiment versetzt. Zwischen Dezember 1926 und Juni 1927 kommandierte er diese Einheit. Nach zwischenzeitlich anderen Verwendungen wurde er im November 1928 zum Büro des Generalinspekteurs des Heeres in Washington, D.C. versetzt.
Am 1. Dezember 1931 übernahm John Preston als Generalmajor als Nachfolger von Hugh A. Drum das Amt des Generalinspekteurs des amerikanischen Heeres. Diese Aufgabe erfüllte er bis zum 30. November 1935, als er von Walter L. Reed abgelöst wurde. Anschließend wurde er in den Rang eines Obersts zurückgestuft und nach Fort Sam Houston in Texas versetzt, wo er bis zum 30. November 1936 erneut dem Stab des 8. Korpsbezirks angehörte. Anschließend schied er aus dem aktiven Militärdienst aus.
Nach seiner Pensionierung verblieb er in San Antonio in Texas, wozu auch Fort Sam Houston gehört. Dort stieg er in das Bankgeschäft ein und brachte es im Lauf der Jahre bis zum Direktor bei der National Bank of Fort Sam Houston. Der mit Meeta C. Graham (1877–1966) verheiratete Offizier starb am 1. Juli 1960 und wurde auf dem amerikanischen Nationalfriedhof Arlington beigesetzt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Preston, John F. |
| ALTERNATIVNAMEN | Preston, John Fisher Jr.; Preston, John Fisher junior (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Offizier, Generalmajor der US-Army |
| GEBURTSDATUM | 5. November 1872 |
| GEBURTSORT | Baltimore, Maryland |
| STERBEDATUM | 1. Juli 1960 |
| STERBEORT | San Antonio, Bexar County, Texas |