Jolantha Waghalter, später Yolanda Waghalter de Kronberger (* 22. Januar 1912 in Berlin; † 18. August 1994 in Lima), war eine deutsch-peruanische Geigerin.
Jolantha war eine Vertreterin der fünften Generation der polnischen Geigerfamilie Waghalter, die Tochter von Wladyslaw Waghalter und Johanna „Janka“ Waghalter geborene Neumanovics. Ihre Mutter und ihre jüngere Schwester Ruth wurden 1943 im KZ Auschwitz ermordet.
Im Jahr 1924 veröffentlichte sie Jackie Coogan: Wir alle grüßen dich, einen Marsch-Onestep, benannt nach dem berühmten Kinderdarsteller. In Nazi-Deutschland war sie im Jüdischen Kulturbund aktiv. 1935 nahm sie am Internationalen Henryk-Wieniawski-Violinwettbewerb teil.
Im Januar 1940 gelang Waghalter die Flucht nach Lateinamerika. Sie lebte zunächst in Bolivien und ließ sich dann in Peru nieder, wo sie ab 1947 im Nationalen Sinfonieorchester spielte. Sie leitete ein Streichquartett und trat in einem Duo mit dem Pianisten Alexander Koseleff auf. Am Nationalen Konservatorium lehrte sie Sängern die deutsche Sprache.
Sie war verheiratet mit dem Textilingenieur Adolfo Kronberger (geboren als Adolf Albert Kronberger, * 1909 in Prag; † 1972 ebendort). Das Paar hatte die Tochter Esther (* 1942 in La Paz) und den Sohn Carlos Vladislao Kronberger (* 1949 in Lima).
Jolantha Waghalter starb im Alter von 82 Jahren in Lima. Sie ist auf dem jüdischen Friedhof vom Lima begraben (Abteilung LU-589, Grab N-619).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Waghalter, Jolantha |
| ALTERNATIVNAMEN | Kronberger, Jolantha; Waghalter, Jolanthe; Waghalter de Kronberger, Yolanda (Ehename); Kromberg Waghalter, Yolanda (Falschschreibung) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsch-peruanische Geigerin |
| GEBURTSDATUM | 22. Januar 1912 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 18. August 1994 |
| STERBEORT | Lima |