
Jon Mathieu (* 1952 in Bern) ist ein Schweizer Historiker und befasst sich mit der Geschichte von Bergregionen.
Jon Mathieu ist emeritierter Titularprofessor für Geschichte mit Schwerpunkt Neuzeit an der Universität Luzern und insbesondere bekannt als Gebirgsforscher und Historiker der Alpen.
Mathieu stammt aus einer bündnerromanischen Familie und wuchs in Bern auf. Er studierte Geschichte, Ethnologie und Psychologie in Bern. In seiner umfangreichen Lizentiatsarbeit und Dissertation befasste er sich mit dem Unterengadin 1650–1800. Zentrale Quelle war die Handschrift Chiantun Verd von Martin Peider Schmid aus Ftan. Mathieu promovierte 1984 und habilitierte 1991.
Mathieu war Gründungsdirektor des «Istituto di Storia delle Alpi» an der Università della Svizzera italiana und hatte verschiedene Gastprofessuren und Lehraufträge, unter anderem von 2007 bis 2012 an der ETH Zürich. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Geschichte der Berge. 2011 publizierte er eine vergleichende Geschichte der Berge in der Neuzeit. Im Jahre 2015 erschien seine Überblicksdarstellung der Geschichte der Alpen. 2023 folgte eine kurze Globalgeschichte der Heiligen Berge seit 1500.
Ein zweiter Forschungsschwerpunkt Mathieus ist die Geschichte der Familie und Verwandtschaft. Daneben publizierte er über theoretische Fragen der historischen Forschung.
Von 2010 bis 2016 amtete Mathieu als Mitglied des Forschungsrats des Schweizerischen Nationalfonds. Seit 2020 ist er Präsident des Wissenschaftlichen Beirats des Urner Instituts Kulturen der Alpen an der Universität Luzern.
Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Mathieu, Jon |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Historiker |
| GEBURTSDATUM | 1952 |
| GEBURTSORT | Bern |