Josef Riederer

Josef Riederer (* 29. Dezember 1939 in München; † 3. Juni 2017 in Oberammergau) war ein deutscher Archäometer und Archäometallurg. Er war Experte für die naturwissenschaftliche Untersuchung von archäologischen Fundstücken und Kunstwerken und war lange Jahre Leiter des Rathgen-Forschungslabors der Staatlichen Museen zu Berlin.

Leben

Riederer besuchte die Volksschule in Großhadern; 1958 absolvierte er das Abitur an der Klenze-Oberrealschule in München. Von 1958 bis 1964 studierte Riederer Geologie an der Ludwig-Maximilians-Universität: 1962 erlangte er sein Diplom, 1964 promovierte er zum Dr. rer. nat. Danach war er bis 1966 wissenschaftlicher Assistent am „Institut für Gesteinskunde“ der LMU München, von 1967 an war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Doerner-Institut für naturwissenschaftliche Untersuchung und Konservierung von Kunstwerken der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München.

Von 1974 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2004 war er Direktor des Rathgen-Forschungslabors der Staatlichen Museum zu Berlin.

Von 1981 bis 2004 war er Honorarprofessor für Archäometrie an der TU Berlin. Seit 2004 war er ehrenamtlicher Mitarbeiter des Rathgen-Forschungslabors in Berlin und des Bayerischen Nationalmuseums in München. Riederer lebte zuletzt in Oberammergau.

Riederer hat zahlreiche archäometrische und archäometallurgische Arbeiten veröffentlicht und diverse Übersichtsartikel und Bibliographien über analytische Methoden in der Archäometrie geschrieben. Darüber hinaus hat er mehrere Ausstellungen organisiert und ein Buch über Kunstfälschungen geschrieben.

Veröffentlichungen (Auswahl)


Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Traueranzeige Josef Riederer. In: Süddeutsche Zeitung. 10. Juni 2017, abgerufen am 10. Juni 2017.
Personendaten
NAME Riederer, Josef
KURZBESCHREIBUNG deutscher Archäometer und Archäometallurg
GEBURTSDATUM 29. Dezember 1939
GEBURTSORT München
STERBEDATUM 3. Juni 2017
STERBEORT Oberammergau