
Josef „Jupp“ Bell (* 25. November 1891 in Mülheim am Rhein; † 20. Mai 1935 in Köln) war ein deutscher Maler und Grafiker.
Josef Bell erhielt von 1905 bis 1911 eine handwerklich-künstlerische Ausbildung als Kirchenmaler, ehe er von 1912 bis 1914 die Kunstgewerbeschule Köln besuchte. 1914 zog er als Soldat in den Ersten Weltkrieg. Bei Langemarck schwer verwundet, konnte er 1917 die Kunstakademie Berlin besuchen. 1918 wechselte er an die Kunstakademie Düsseldorf. Dort wurde er Meisterschüler bei Heinrich Nauen. Seit 1923 im Künstlerkreis um die Galeristin Johanna Ey verkehrend wurde er Mitglied der Kunstbewegung Das Junge Rheinland.
Sein Wandgemälde Bauer mit Sense bei Heuernte (1926) war zur Ausstellung GeSoLei im Planetarium Düsseldorf zu sehen. Als Ehemann der Schauspielerin und Tänzerin Anita Keller (1899–1991) unternahm er 1927 eine Hochzeitsreise nach Mallorca. 1928 trat er der Rheinischen Sezession bei und nahm an der Ausstellung Deutsche Kunst Düsseldorf 1928 teil. Mit seinem Familienbild und einem Großstadthof war er 1929 in der Juryfreien Kunstausstellung in Berlin vertreten.
Bell schuf Stillleben, Stadtansichten, Landschaften und Figurendarstellungen im Stil des Expressionismus. Der Kunsthistoriker Rainer Zimmermann zählte ihn zu den Künstlern der Verschollenen Generation.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bell, Josef |
| ALTERNATIVNAMEN | Bell, Jupp (Spitzname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler und Grafiker |
| GEBURTSDATUM | 25. November 1891 |
| GEBURTSORT | Mülheim am Rhein |
| STERBEDATUM | 20. Mai 1935 |
| STERBEORT | Köln |