Josef Linschinger

Josef Linschinger (* 1. August 1945 in Gmunden, Österreich) ist ein österreichischer Künstler, dessen Arbeiten der konstruktiv/konkreten Kunst und der visuell/konzeptuellen Poesie zuzuordnen sind.

Leben und Werk

Josef Linschinger studierte nach einer landwirtschaftlichen und einer handwerklichen Ausbildung an der Hochschule für Gestaltung Linz. Von 1976 bis 1980 war er Hörer an der Freien Internationalen Hochschule für Farbe und Umwelt Salzburg. Von 1975 bis 2003 wirkte er als Dozent und Professor an der Kunstuniversität Linz. 2013 leitete Linschinger die XVIII. Internationale Sommerakademie Plauen.

Linschinger beschäftigte sich schon vor seinem Studium mit konstruktiver Kunst. Der Kontakt an der Freien Internationalen Hochschule für Farbe und Umwelt mit Heinrich Frieling und die Kollegenschaft mit Max Lüscher an der Kunstuniversität Linz förderten die Auseinandersetzung mit dem Thema Farbe. Ab 1977 entstanden konkrete Reliefs aus Holz und Lack und ab 1987 Leinwandbilder vorwiegend in Rot und Blau sowie in Gelb und Schwarz. Ab 1987 arbeitete er auch im Bereich der visuell/konzeptuellen Poesie. 1993 konnte er seine erste Großplastik realisieren und 2008 entstanden die ersten Text-Filme.

1981 begann Josef Linschingers Ausstellungstätigkeit. Ab 1986 beteiligte er sich an der Gruppe „vertikal-diagonal-horizontal“, die in mehreren europäischen Ländern unter Einbeziehung lokaler Künstler ausstellte und deren Fortgang er bis zum Jahr 2000 unterstützte. 1989 organisierte Linschinger die Ausstellungsreihe „Konstruktive Strömungen“, die neun Ausstellungen in sechs Städten Oberösterreichs und in Passau umfasste. Sie wurde zum Pilotprojekt der von ihm 1990 gegründeten Gmundner Symposien für Konkrete Kunst, die er bis 2009 jährlich durchführte. Es konnten Arbeiten von 600 internationalen Künstlerinnen und Künstlern in diesem Rahmen gezeigt und publiziert werden. Aus Kunstwettbewerben ging er als Preisträger hervor, u. a. Österreichischer Grafikwettbewerb 1988, 1993, 1996. Einige seiner Entwürfe wurden für den öffentlichen Raum realisiert. Linschinger ist Mitglied der Künstlervereinigung MAERZ. Von 1985 bis 2009 war er Präsident der 1928 gegründeten Künstlergilde Salzkammergut (jetzt Kunstforum Salzkammergut). Er lebt und arbeitet in Traunkirchen.

Ehrungen und Auszeichnungen

Einzelausstellungen (Auswahl ab 2000)

Arbeiten in öffentlichen Sammlungen

sowie in privaten Sammlungen

Arbeiten im öffentlichen Raum

Kataloge und Bücher von Josef Linschinger

Josef Linschinger ist der Herausgeber der Dokumentationen der Gmundner Symposien für Konkrete Kunst 1989–2009 im Ritter Verlag.

Einzelnachweise

  1. ↑ Josef Linschinger, Lebenslauf abgefragt am 28. März 2015
  2. ↑ orf.at - Landespreise für Künstler und Wissenschafter. Abgerufen am 13. August 2015.
  3. ↑ Pfarrzentrum St. Michael, Schwanenstadt. Türengestaltung, Josef Linschinger, 2014. In: dioezese-linz.at. Abgerufen am 20. Juni 2026.
  4. ↑ kunstzeit 26: Josef Linschinger. Neue Werke der Barmherzigkeit. In: dioezese-linz.at. 2016, abgerufen am 20. Juni 2026.
Personendaten
NAME Linschinger, Josef
KURZBESCHREIBUNG österreichischer Künstler
GEBURTSDATUM 1. August 1945
GEBURTSORT Gmunden, Österreich