Josef Pedarnig entstammt einer Osttiroler Bergbauernfamilie am vulgo „Kraßhof“ in Schlaiten und hatte 15 Geschwister. Er besuchte die 6-jährige Volksschule im heimatlichen Dorf Schlaiten und absolvierte das Bischöfliche Gymnasium Paulinum, das er mit der Reifeprüfung 1957 abschloss. Im Jahre 1964 promovierte er zum Doktor der Tiermedizin an der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Von 1978 bis zu seiner Pensionierung war er Amtstierarzt in Lienz.
Josef Pedarnig schreibt und publiziert seit 1960 Dramen, Prosa und Lyrik. Zehn seiner Werke sind als Bücher erschienen. Er widmet sich einer zeitgenössisch-kritischen Literatur, die nicht unbedingt dem Mainstream entspricht und Auseinandersetzung verlangt.
Er gründete 1988 gemeinsam mit Uwe Ladstädter, Oswald Blassnig, Heli Gander und Christoph Zanon die Lienzer Wandzeitung, ein „Medium für spontane Wortkunst und literarische Alltagskultur“. Er lebt in Lienz, Osttirol.
Im Sommer 1955 entstanden die zwei Strophen und der Refrain zum Konzertmarsch „Dem Land Tirol die Treue“, die Pedarnig nach der Mäharbeit auf der Alm verfasste. Sein Bruder Florian Pedarnig komponierte die Musik und verwendete die beiden Strophen für das Trio des Marsches. Der Text entstand in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, in der die Abtrennung von Südtirol an Italien wieder besonders intensiv diskutiert wurde.
Werke (Auszug)
2025 Im Laufe der Jahre. Lienz 2025.
2023 Jahrbuch österreichischer Lyrik 2022/23, hg. von Alexandra Bernhardt, Wien, 2023 (mit einigen ausgewählten Gedichten)
2021 YA + NEIN, Gedichte, gekelterte Prosa, Haikus, Privatdruck
(v.l.n.r.) Rektorin Sonja Hammerschmid, Josef Pedarnig und seine Gattin Inge Pedarnig bei der Verleihung des Goldenen Doktorrates der Veterinärmedizinischen Universität Wien
Peter Kostner:Dem Land Tirol die Treue. Florian Pedarnig: Ein Leben für die Musik und die außergewöhnliche Geschichte einer Familie. Tyrolia, Innsbruck 2022 (256S.).
↑Peter Kostner:Dem Land Tirol die Treue. Florian Pedarnig: Ein Leben für die Musik und die außergewöhnliche Geschichte einer Familie. Innsbruck 2022, S. 35 ff..
↑Ich tauche in die Nacht ab...Dolomitenstadt,14.September 2022,archiviertvomOriginal(nicht mehr online verfügbar)am3.Oktober 2022;abgerufen am 20.Januar 2026.