Josef Wetzl (* 25. November 1930 in Magyarhertelend; † 9. Juni 2016) war ein deutscher Maler und Grafiker.
Wetzl kam aus einer ungarndeutschen Familie, die 1948 aus Ungarn vertrieben wurde und in die Ostzone nach Neumark kam. Ab 1953 lebte Wetzl in Mylau. Er absolvierte von 1960 bis 1962 eine Ausbildung zum Maschinenschlosser und arbeitete mehrere Jahre in diesem Beruf. Während der Lehre besuchte er die Mal- und Zeichenschule bei Karl Michel in Zwickau und von 1963 bis 1966 die Spezialschule für Leiter des Künstlerischen Volksschaffens mit Sitz in Leipzig. Er hatte keine künstlerische Hochschulausbildung, arbeitete aber ab 1982 in Mylau als freischaffender Maler und Grafiker. Er war an mehreren Pleinairs beteiligt. Von 1982 bis 1990 war Wetzl Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR und dann des Chemnitzer Künstlerbunds.
Wetzl war verheiratet mit Maria Wetzl. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor. Wetzls Grabstätte befindet sich auf dem Friedhof Mylau.
Der Kunsthistoriker Werner Ballarin, vormaliger Gründungsdirektor der Neuen Sächsischen Galerie in Chemnitz, zählte Wetzl zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlern Sachsens, und der Berliner Galerist Gunar Barthel betonte den Witz und die Ursprünglichkeit der Bilder Wetzls.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Wetzl, Josef |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler und Grafiker |
| GEBURTSDATUM | 25. November 1930 |
| GEBURTSORT | Magyarhertelend |
| STERBEDATUM | 9. Juni 2016 |