Ab 1910 lebte er als freier Schriftsteller in München. Von 1919 bis 1921 gab er die Zeitschrift Die weißen Hefte heraus. 1921 konvertierte er zum Katholizismus, der in den folgenden Jahren auch Lux’ politische Anschauungen prägte. Die Kölnische Volkszeitung fasste sein Anliegen so zusammen: „Joseph Aug. Lux setzt sich für eine Revision der deutschen Literaturgeschichte ein; er will dem von der preußisch-protestantischen Auffassung der deutschen Literaturgeschichte stiefmütterlich behandelten romantischen Mittelalter und der von ihr völlig vernachlässigten österreichischen Literatur wieder zu einer gerechten Würdigung verhelfen“.
Bis zum Frühling 1921 war Lux Teil der Salzburger Festspielhausgemeinde, aus der er jedoch während der Planung der 2. Festspiele 1921 austrat. Grund dafür waren Streitigkeiten über die Überdachung der alten Sommerreitschule. Er blieb auch nach seinem Austritt ein Kritiker der verschiedenen Pläne eines Salzburger Festspielhauses.
Joseph August Lux verfasste neben seinen Beiträgen zu Ästhetik, Kunsthandwerk, Inneneinrichtung und Städteplanung auch Romane, Biografien, Gedichte und Mysterienspiele. Erfolgreich waren vor allem seine biografischen Romane Grillparzers Liebesroman und Lola Montez, die es bis 1930 auf eine Gesamtauflage von 62.000 bzw. 59.000 Exemplaren brachten. Sein Roman Warum sie fliegen ... wurde 1911 als Fortsetzungsroman in der Kölnischen Zeitung abgedruckt. Lux’ 1934 erschienenes Werk Das goldene Buch der vaterländischen Geschichte für Volk und Jugend Österreichs stand 1938 auf der von den NS-Behörden herausgegebenen Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums und seine Werke wurden am 30. April 1938 bei der einzigen NS-Bücherverbrennung auf österreichischem Boden in Salzburg verbrannt.
Joseph August Lux war auch der Gründungsphilistersenior der K.Ö.L. Austria-Salzburg.
Die Kunst des Amateurphotographen. Stuttgart 1910.
Die Kunst im eigenen Heim. Leipzig 1910.
Salzburg, Badgastein, Villach, Triest, Tauernbahn. Frankfurt a. M. 1910.
Das Stadttheater in Posen, erbaut von Prof. Max Littmann. München 1910.
Die Stadtwohnung. Charlottenburg 1910.
Der Wille zum Glück. Wien 1910.
Baumpredigt. München 1911.
Die Vision der lieben Frau. Berlin [u.a.] 1911.
Dalmatien, österreichische Riviera, Triest, Zara, Cattaro, Curzola, Lesina, Arbe, der Quarnero. Frankfurt a. M. 1912.
Grillparzers Liebesroman. Berlin 1912.
Lola Montez. Berlin 1912.
Der Liebhaberphotograph. Bielefeld [u.a.] 1913.
Otto Wagner. München 1914.
Deutschland als Welterzieher. Stuttgart [u.a.] 1915.
Franz Schuberts Lebenslied. Leipzig 1915.
Der österreichische Bruder. Stuttgart [u.a.] 1915.
Kultur der Seele. Leipzig 1916.
Das große Bauernsterben. Leipzig 1917.
Ungarn. München 1917.
Der Winzerheiland. Berlin [u.a.] 1918.
Wir waren zu reich. Wien 1918.
Auf deutscher Straße. Leipzig 1919.
Das Fenster. Leipzig 1919.
Joseph M. Olbrich. Berlin 1919.
Schubertiade. Wien [u.a.] 1921.
Der unsterbliche Walzer. München 1921.
Zwölf Wiener Elegien. Wien [u.a.] 1921.
Das alte gemütliche Wien. München 1922.
Franz Schubert. Berlin 1922.
Die Schwestern Fröhlich. Gmain Oberbayern 1923.
Zur Revision der deutschen Literaturgeschichte. Paderborn 1924.
Der himmlische Harfner. Köln 1925.
Ein Jahrtausend deutscher Romantik. Innsbruck 1925.
Revision der modernen Philosophie seit der Reformation. Paderborn 1925.
Roma sacra. Freiburg 1925.
Weimar und die Romantik seit 1800. Paderborn 1925.
Beethovens unsterbliche Geliebte. Berlin 1926.
Wanderung zu Gott. Paderborn 1926.
Ludwig van Beethoven. Berlin 1927.
Paraguay. Paderborn 1927.
Franz Liszt. Berlin 1929.
Ein heilig Narrenspiel. Wien [u.a.] 1930.
Das Spiel von Satans Weltgericht oder Der Affe Gottes und der Gerechte. Wien [u.a.] 1930.
Wie sieht Österreich in unseren Schulbüchern aus?! Graz 1933.
Das goldene Buch der vaterländischen Geschichte für Volk und Jugend Österreichs. Wien 1934.
Drei Puppenspiele. Wien 1937.
Goethe. Wien [u.a.] 1937.
Dichter und Dame. Salzburg 1946.
Es wird ein Wein sein. Wien [u.a.] 1946.
Ein Jahrtausend österreichischer Dichtung. Wien 1948.
Herausgeberschaft
mit Irma Lux: Deutsche Kinderreime. Wien [u.a.] 1904.
Literatur
Wilhelm Zils (Hrsg.): Geistiges und künstlerisches München in Selbstbiographien. Kellerer, München 1913 (Digitalisat).
Elsbeth Ebertin: Joseph Aug. Lux zum 50. Geburtstage. Freiburg (Baden) 1921.
Jarzombek, Mark: Joseph August Lux. Werkbund Promoter, Historian of a Lost Modernity, in: Journal of the Society of Architectural Historians, 2004, Vol. 63, No. 2 (Jun., 2004), S.202–219.
Dieter-Anton Binder: Zur Konstruktion des Österreichischen aus der Antimoderne. In: Gesta Sanctottensis. Couleurwesen und Theologie. Hg. von Alkuin Schachenmayr, Johannes Lackner. Münster 2021, S. 127–146.