Joseph Klinkenberg, auch Josef Klinkenberg, (* 23. Februar 1857 in Aachen; † 21. Januar 1917 in Köln) war ein deutscher Historiker.
Joseph Klinkenberg, Sohn des Webers Michael Klinkenberg und der Elisabeth Mohné, besuchte das Königliche Gymnasium in Aachen, wo er 1876 das Abitur ablegte. Anschließend studierte er Klassische Philologie, Philosophie, Geschichte und Germanistik an der Universität Bonn. Hier wurde er am 22. Dezember 1880 bei Hermann Usener und Franz Bücheler mit einer Arbeit zu Euripides promoviert. Er wurde Mitglied des Philologischen Vereins Bonn im Naumburger Kartellverband.
1881/82 leistete er sein Probejahr am Königlichen Gymnasium in Aachen ab, wo er Griechisch, Latein, Hebräisch und Französisch unterrichtete, und blieb dort, nachdem er 1882 das Staatsexamen abgelegt hatte, bis 1886 als kommissarischer Lehrer. Zum 1. April 1886 wurde er fest angestellter Oberlehrer am Marzellen-Gymnasium in Köln, später erhielt er den Titel Gymnasialprofessor verliehen.
In Köln beschäftigte sich Klinkenberg mit der Geschichte der Stadt, insbesondere dem römischen Köln. 1901 bis 1904 war er dafür teilweise vom Schuldienst befreit und konnte so an seinem 1906 in der Reihe Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz publizierter Band Das römische Köln arbeiten. Dieser Band stellt bis heute die Grundlage für jede weitere wissenschaftliche Beschäftigung mit dem römischen Köln dar.
Sein Sohn Johannes Klinkenberg (1887–1961) wurde ebenfalls Gymnasiallehrer in Köln und publizierte zum antiken Köln.

| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Klinkenberg, Joseph |
| ALTERNATIVNAMEN | Klinkenberg, Peter Hubert Joseph (vollständiger Name); Klinkenberg, Josef; Klinkenberg, Josephus (latinisiert) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Historiker |
| GEBURTSDATUM | 23. Februar 1857 |
| GEBURTSORT | Aachen |
| STERBEDATUM | 21. Januar 1917 |
| STERBEORT | Köln |