Joseph Ussermann

Joseph Ussermann auch Pater Aemillian (* 30. Oktober 1737 in St. Ulrich im Schwarzwald; † 27. Oktober 1798 in St. Blasien) war ein Benediktiner, Theologe, Philosoph, Priester, Bibliothekar und Professor.

Leben

Joseph Ussermann stammte aus einfachen Verhältnissen und fiel durch seine außerordentliche Begabung und seinen Wissensdrang auf. Er besuchte zunächst das Gymnasium zu St. Peter. Hier erlernte er die alten Sprachen, Latein, Griechisch, Hebräisch sowie Musik und besuchte danach die Klosterschule in St. Blasien, an der er Theologie und Philosophie studierte. Im Mai 1757 trat er in den Orden ein und erhielt den Ordensnamen Ämillian. Am 16. Mai ließ man ihn zur Priesterweihe zu. Aufgrund seiner Fähigkeiten berief man ihn alsbald an die Universität Salzburg, wo er den Lehrstuhl der Moraltheologie und der Hebräischen Literatur einnahm. Hier verfasste er ein Compendium zur Syntax des Hebräischen. Schon bald zog es ihn wieder in die Heimat zurück, wo er zum Klosterbibliothekar ernannt wurde. Die Bibliothek wurde unter ihm wesentlich erneuert, sodass diese wieder den Wert vor dem Brand von 1768 erreichte. Man bezeichnete Ussermann, der seine Bücher inwendig wie auswendig kannte, als die lebende Bibliothek. Nach nur vierjähriger Tätigkeit als Bibliothekar erlag er einer Krankheit.

Werke

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Joseph Bader, in: Freiburger Diöcesan Archiv, VIII. Band, Das ehemalige Kloster St. Blasien auf dem Schwarzwalde und seine Gelehrten-Academie, S. 114, 1874
  2. ↑ Chronicon Hermanni Contracti: Ex Inedito Hucusque Codice Augiensi, Unacum Eius Vita Et Continuatione A Bertholdo eius discipulo scripta. Praemittuntur Varia Anecdota. Subiicitur Chronicon Petershusanum Ineditum. Sankt Blasien 1790 (Digitalisat)
Personendaten
NAME Ussermann, Joseph
ALTERNATIVNAMEN Aemillian, Ämillian
KURZBESCHREIBUNG deutscher Benediktiner, Theologe und Historiker
GEBURTSDATUM 30. Oktober 1737
GEBURTSORT St. Ulrich im Schwarzwald
STERBEDATUM 27. Oktober 1798
STERBEORT Kloster St.Blasien (Schwarzwald)